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Falsche Fünfziger in Sachsen - Polizei beschlagnahmt mehr Falschgeld

Falsche Fünfziger in Sachsen - Polizei beschlagnahmt mehr Falschgeld

Das Falschgeld-Geschäft im Freistaat blüht. Kopierte Banknoten im Wert von mehreren Zehntausend Euro sind im vergangenen Jahr in Sachsen aus dem Verkehr gezogen worden.

In Summe: mehr als 74000 Euro. Im Vorjahr belief sich das Falschgeld-Aufkommen auf mehr als 44200 Euro.

Das Landeskriminalamt Sachsen in Dresden registrierte einen starken Anstieg: Nicht nur die Schadenssumme, sondern auch die Zahl der Fälschungen, erhöhten sich deutlich. Insgesamt wurden 1227 gefälschte Euro-Scheine beschlagnahmt, fast doppelt so viele wie 2013 mit 684 Blüten.

Am häufigsten wurde der Fünfzig-Euro-Schein gefälscht, im vergangenen Jahr sind davon 444 Stück von der Polizei in Sachsen sichergestellt worden. Aber auch Zwanziger und Hundert-Euro-Scheine gehören zu den am meisten gefälschten Exemplaren. Selbst vor dem neuen Zehner, der erst seit 23. September 2014 von den Banken ausgegeben wird, machten die Fälscher nicht halt. So tauchten in Sachsen bereits acht Fälschungen dieses neuen Geldscheins auf, neben Dutzenden Blüten der älteren Zehner-Variante.

Europas Notenbanken hatten sich mit der Überarbeitung dieses Scheins, der mit neuen Sicherheitsmerkmalen ausgerüstet wurde, vor allem auch einen besseren Schutz vor Fälschungen versprochen. Morgen will die Europäische Zentralbank (EZB) den neuen Zwanziger vorstellen, der ebenfalls sicherer sein soll als der alte. Falsche Zwanziger und auch 100-Euro-Blüten tauchten seit Jahresanfang verstärkt in Ostsachsen auf. Die dortige Polizei mahnte erst vor einer Woche in diesem Zusammenhang zur Aufmerksamkeit. In verschiedenen Geschäften wurde das Falschgeld in der Region in Umlauf gebracht.

Oftmals fallen die falschen Scheine erst bei der Einzahlung in der Bank auf. Die endgültige Prüfung des eingezo-genen Geldes liegt bei der Bundesbank. "Es ist ganz, ganz selten, dass sich vermeintliches Falschgeld dort doch als echt herausstellt", sagte LKA-Spre_cherin Kathlen Zink. "Dass man an Falschgeld gerät, kann jedem passieren." Auf Wochenmärkten, mit schlechten Lichtverhältnissen und Hektik, sei die Gefahr beispielsweise etwas größer als im Supermarkt, wo die Scheine an der Kasse sofort geprüft werden können.

Zink ist sich aber sicher: "Irgendwann fällt das Falschgeld immer auf." Bei größeren Scheinen ist die Gefahr größer als bei kleineren. Sie werden von vielen Geschäften ungern genommen und sorgfältig geprüft. Dies könnte ein Grund dafür sein, warum nur fünf falsche 500-Euro-Scheine festgestellt wurden.

Während die Täter sich auf die Fälschung der Scheine konzentrierten, ging die Zahl der falschen Euro-Münzen zurück. So wurden in Sachsen 3685 Münzen aus dem Verkehr gezogen, im Vorjahr waren es noch 4939.

Romy Richter

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