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Polizeiticker Ermittlungen gegen Ostritz-Veranstalter wegen T-Shirt-Logos
Region Polizeiticker Ermittlungen gegen Ostritz-Veranstalter wegen T-Shirt-Logos
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10:28 26.04.2018
Ein Teilnehmer des Neonazi-Konzerts in Ostritz (im Hintergrund) trägt ein T-Shirt mit den sich kreuzenden Granaten. Quelle: LVZ
Nordhausen

Nach der Beschlagnahmung von T-Shirts auf dem Rechtsrock-Festival im sächsischen Ostritz ermittelt die Kriminalpolizei Nordhausen gegen den Thüringer NPD-Landeschef Thorsten Heise. Er soll nach Angaben der Polizei vom Mittwoch T-Shirts, Accessoires und andere Bekleidung über einen Onlineshop vertreiben, die womöglich verfassungswidrige Logos zeigen. Zuvor hatte die Thüringer Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss (Linke) mitgeteilt, Strafanzeige gegen Heise gestellt zu haben. Über Ermittlungen gegen Heise hatten verschiedene Medien berichtet.

T-Shirts trugen Aufschrift „Arische Bruderschaft“

Die Logos waren beim Neonazi-Festival „Schild & Schwert“ am Wochenende in Ostritz (Sachsen) aufgetaucht. Am Samstag hatte die Polizei dort per richterlicher Anordnung T-Shirts mit dem Aufdruck „Sicherheitsdienst Arische Bruderschaft“ aus dem Verkehr gezogen. Heise war Veranstalter des Festivals.

Der NPD-Funktionär bestreitet die Vorwürfe und betont, das Logo sei ein „Fantasiewappen“. Kleidungsstücke mit dem Emblem seien schon einmal im Jahr 2007 beschlagnahmt und später zurück gegeben worden. Thorsten Heise ist NPD-Landeschef in Thüringen und stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei.

Staatsschutz prüft Granaten-Symbol

Nach Polizeiangaben zeige das Logo zwei sich kreuzende Granaten. Es bestehe ein Anfangsverdacht, dass es ein Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation darstelle. Der Fall werde vom Staatsschutz bearbeitet. Auch die Staatsanwaltschaft sei informiert.

In Ostritz hatten auch Ordner des Rechtsrock-Treffens T-Shirts getragen, auf denen Schriftzüge mit zwei gekreuzten Stabhandgranaten zu sehen waren. Die Görlitzer Staatsanwaltschaft sah den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erfüllt und erwirkte beim Amtsgericht einen richterlichen Beschluss zur Beschlagnahme.

An dem Neonazi-Festival in Ostritz nahmen nach Polizeiangaben bis zu 1200 Menschen teil. Der Veranstalter sprach von 1000 Teilnehmern. Ein „Friedensfest“, dass sich gegen die Neonazi-Veranstaltung richtete, zählte rund 3000 Teilnehmer.

Von LVZ

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