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Polizeiticker „Endlich kehrt wieder Ruhe ein“
Region Polizeiticker „Endlich kehrt wieder Ruhe ein“
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17:21 09.08.2017
Sabin Güttner mit Paloma. Quelle: Catrin Steinbach
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Radebeul

Mittwochfrüh kreiste ein Polizeihubschrauber über der Elbe in Radebeul – vor allem im Bereich Naundorf und Teilen des am Elbradweg ansässigen Pferdehofes. Dort sorgte die Suche der Polizei nach dem 43-jährigen Mike W. aus Radebeul, dem versuchter Totschlag vorgeworfen wird, schon seit Montag für Aufregung. DNN sprach mit Sabin Güttner, der Besitzerin von Dein Pferdehof.

Am Montagabend war der Reiterhof von Polizeiautos quasi umzingelt, der Elbradweg gesperrt. Hat die Polizei auf dem Pferdehof nach Mike W. gesucht?

Sabin Güttner: Nein. Kein einziger Polizist hat einen Fuß auf unseren Pferdehof gesetzt. Sie haben nur ihre Autos an unserem Hof – und zwar auf der Niederwarthaer Straße, auf dem Elbradweg und unter der Naundorfer Brücke – abgestellt. Einer hat meinen Vater gefragt, ob sie ein Auto am Hof auf den Feldweg stellen können. Das war’s. Wir wurden nicht mal gefragt, ob wir vielleicht irgendetwas Verdächtiges beobachtet haben.

Wie haben Sie den Polizeieinsatz erlebt?

Drei junge Frauen von unserem Hof waren unten an der Brücke auf der Koppel, um Pferde zu holen. Sie haben erzählt, dass plötzlich gegen 19 Uhr mehrere Polizeiwagen vorfuhren, ein großes jeepähnliches Auto langsam den Elbradweg lang unter der Brücke durch Richtung Coswig fuhr und dass hinter dem Auto in Zweierreihe ganz in schwarz gekleidete und schwer bewaffnete Leute vom SEK liefen. Die drei Frauen waren ziemlich verunsichert, wussten erst gar nicht, was sie tun sollten. Als sie mit den Pferden dann Richtung Hof liefen, kam wohl eine Frau vom SEK angerannt, hat sie gefragt, wo sie hinwollen. Sie durften dann mit den Pferden auf den Hof, sollten aber dort bleiben. Das Verlassen des Hofes war nur über den Ausgang Niederwarthaer Straße Richtung Radebeul möglich. Es sind aber erst mal alle geblieben. Wir hätten gar nicht gewusst, wohin mit den Pferden.

Haben Sie sonst von der Suche der Polizei etwas mitbekommen?

Das SEK ist neben unserem Hof übers Feld gelaufen. Stundenlang kreiste eine Drohne über der Brücke und den Wiesen und Weiden daneben. Die Polizeiautos wechselten, mal fuhr eins weg, dann kamen neue. Auch ein Hundeführer, wenn wir das richtig gesehen haben. Aber ausgestiegen ist er wohl nicht. Weil unmittelbar am Hof ein besetzter Polizeiwagen stand, haben wir uns aber eigentlich sicher gefühlt.

Wann war der Einsatz beendet?

Eine genaue Zeit kann ich nicht sagen. Entwarnung gegeben hat uns niemand. Noch vor 21 Uhr kamen die SEK-Leute zurückgelaufen und sammelten sich auf der Niederwarthaer Straße. Viertel zehn sind dann die ersten Autos weg. Wir haben die Pferde wieder auf die Koppel gebracht und sind auch nach Hause.

Wie war es am Mittwochmorgen?

Mädels, die früh bei den Pferden waren, haben mir per Whatsapp geschrieben, dass hier der Polizeihubschrauber kreist. Eltern von Kindern, die bei mir reiten kommen, haben mich besorgt gefragt, ob sie ihre Kinder auch wirklich zu mir schicken können. Sie hatten in einer Zeitung gelesen, dass sich der Flüchtige bei uns versteckt haben sollte. Zum Glück konnte ich die Bedenken ausräumen. Meine Großeltern, die zu Besuch kamen, haben erzählt, dass drüben auf der anderen Elbseite in Weistropp überall Polizei steht. Und jetzt höre ich gerade, dass der Gesuchte gefasst ist. Endlich kehrt wieder Ruhe ein.

Von Catrin Steinbach

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