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Polizeiticker Chemnitz erwartet nach rechten Ausschreitungen mehrere Demonstrationen
Region Polizeiticker Chemnitz erwartet nach rechten Ausschreitungen mehrere Demonstrationen
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10:12 27.08.2018
Ein Polizeifahrzeug steht am Sonntag in der Chemnitzer Innenstadt vor der Kulisse des Stadtfestes Quelle: dpa
Leipzig

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen Hunderter Hooligans und Rechtsextremer am Sonntag in Chemnitz bleibt die westsächsische Metropole auch am Montag in Habachtstellung. Rechtsextreme mobilisieren landesweit in sozialen Netzwerken für mehrere Treffpunkte am Montagnachmittag in Chemnitz - unter anderem am Hauptbahnhof und am Karl-Marx-Denkmal.

Zudem gibt es auch mehrere Aufrufe, sich diesen Versammlungen entgegen zu stellen. Eine Gegendemonstration ist beispielsweise am Nachmittag im Chemnitzer Stadtpark geplant. Zu dieser ruft auch das Netzwerk „Leipzig nimmt Platz“ aus der Messestadt auf und rät zur gemeinsamen Anreise.

Wie eine Sprecherin der Chemnitzer Polizei am Montag gegenüber LVZ.de sagte, sei die Nacht der Stadt weitgehend ruhig und ohne größere Vorkommnisse verlaufen. „Wir sehen aber auch, was im Internet gepostet wird und sondieren derzeit die Lage“, so die Behördensprecherin. Bereits am Sonntagabend seien Polizeikräfte aus der Region und aus Leipzig in Chemnitz zusammengezogen worden, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. 

Ausgangspunkt der Hooligan-Ausschreitungen am Sonntag in Chemnitz war der Tod eines 35-Jährigen. Am Rand des Chemnitzer Stadtfestes waren gegen 3.15 Uhr etwa zehn Personen unterschiedlicher Nationalität aneinander geraten. Bei der Auseinandersetzungen wurden drei Personen schwer verletzt, der 35-Jährige starb später im Krankenhaus.

Am Sonntag mobilisierte dann sowohl rechtsextreme Fußballfans als auch die AfD für Kundgebungen in der Chemnitzer Innenstadt. Auf dem am Sonntag weiterlaufenden Stadtfest kam es zu Übergriffen auf Menschen mit offensichtlichem Migrationshintergrund, so dass sich die Veranstalter am Nachmittag entschieden, die Veranstaltung abzusagen. 

Am späten Nachmittag versammelten sich dann etwa 800 Menschen, darunter laut Augenzeugen auch viele Rechtsextreme und Hooligans, in der Chemnitzer Innenstadt und lieferten sich eine Straßenschlacht mit der Polizei. Bis zum Abend konnte die Lage wieder unter Kontrolle gebracht werden.

Matthias Puppe

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