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Polizeiticker Sächsische Schüler mit Reisebus in Rimini verunglückt
Region Polizeiticker Sächsische Schüler mit Reisebus in Rimini verunglückt
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11:42 04.07.2018
In Rimini ist ein Bus mit Schülern aus Sachsen verunglückt. Das doppelstöckige Fahrzeug blieb unter einer Brücke stecken. Quelle: dpa/Tommaso Torri
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Rimini

Jähes Ende einer Abschlussfahrt: Ein Reisebus mit rund 60 Abiturienten aus Sachsen hat an Italiens Adriaküste eine Brücke gerammt. Drei Schüler wurden nach Angaben des Busunternehmens leicht verletzt. Der Doppeldeckerbus blieb am Dienstagabend mit dem Dach unter der Unterführung in Rimini stecken und wurde stark beschädigt. Ernstlich verletzt wurde aber niemand, wie eine Feuerwehrsprecherin sagte.

In dem Bus saßen nach Angaben des Betreibers neben den 60 Abiturienten eines Gymnasiums in Großröhrsdorf (Landkreis Bautzen) zwei Reiseleiter des Veranstalters. Die Schüler seien zwischen 17 und 19 Jahre alt. Über den Unfall hatte zunächst der MDR berichtet, demzufolge die Gruppe kurz vor der Rückreise von einer selbst organisierten Jahrgangs-Abschlussfahrt stand.

Für Ulrich Schlögel, Schulleiter des Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasiums in Großröhrdorf, war die Nachricht ein totaler Schreck. „Das bewegt einen. Wir sind froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, sagte er. Eine Willkommensaktion plant das Gymnasium allerdings nicht. Die Schüler werden im Laufe des Mittwochs in die Heimat und dann zu ihren Eltern zurückkehren. Schlögel bestätigte, dass der Ausflug privat organisiert war. Am Abend hatten bereits italienische Medien über das Unglück berichtet.

Fahrer soll Bushöhe falsch eingeschätzt haben

Nach dem Unfall war die Reise für die jungen Leute ohnehin zu Ende. „Sie kommen heute zurück“, sagte ein Sprecher des Busunternehmens am Mittwoch. Sie werden mit einem Ersatzfahrzeug abgeholt. Mit der Ankunft der Schüler wurde demnach in der Nacht gerechnet. Alle Fahrgäste, der Fahrer und sein Ersatzfahrer waren zuvor in Hotels untergebracht worden.

Rettungskräfte bergen in der Nacht den verunglückten Bus. Quelle: Tommaso Torri

Auf Fotos vom Unfallort war zu sehen, wie der etwa vier Meter hohe Bus auf gesamter Länge in der Unterführung steckte. Vermutlich habe der Fahrer die Höhe seines Gefährts falsch eingeschätzt, teilte die Busfirma mit. Ein Alkoholtest bei ihm sei negativ ausgefallen, übermüdet könne der Fahrer aufgrund seines Schichtbeginns eine Stunde vor dem Unfall auch nicht gewesen sein.

Die Verletzungen bei manchen Reisenden seien vor allem auf zersplitterte Scheiben zurückzuführen, hieß es weiter. Alle konnten den Bus demnach selbst verlassen, niemand musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Fahrgäste seien zudem psychologisch betreut worden.

Von cg/DNN

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