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Polizeiticker Brandstiftung – Ferienvilla in Bad Gottleuba-Berggießhübel brennt ab
Region Polizeiticker Brandstiftung – Ferienvilla in Bad Gottleuba-Berggießhübel brennt ab
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15:00 21.07.2017
Der Feuerwehr gelang es trotz knapp 100 Kräften im Einsatz nicht, den Dachstuhl der Villa Bienhof zu retten. Quelle: Marko Förster
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Bad Gottleuba-Berggießhübel

Ein Großbrand hat in der Nacht zu Freitag große Teile des ehemaligen Erholungsheims im Bad Gottleuba-Berggießhübler Ortsteil Oelsen zerstört. Das Feuer hat offenbar der 68-jährige Hausmeister der Villa Bienhof gelegt, wie die DNN aus Ermittlerkreisen erfahren haben. Er lebte als einziger dauerhaft in dem Gebäude, das sonst Zimmer für Übernachtungsgäste bot. Die Polizei hat den Mann wenige Stunden nach Ausbruch des Feuers verletzt in Pirna aufgegriffen. Er wurde vorläufig festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

Hinter dem Brand, der trotz Einsatzes von fast 100 Feuerwehrleuten den bereits sanierten Dachstuhl komplett zerstörte, steckt offenbar eine Auseinandersetzung zwischen dem Hausmeister und den Chemnitzer Eigentümern des Komplexes. Das Ehepaar hatte die Villa Bienhof im Mordgrundtal schrittweise saniert und für die Vermietung an Urlaubsgäste hergerichtet. Der 68-Jährige fungierte dabei als eine Art Verwalter, der sich auch um die Zimmervermietung zu kümmern hatte. Nach DNN-Informationen wogen die Differenzen zwischen dem Hausmeister und dem Eigentümerehepaar so stark, dass sie den 68-Jährigen zum Aufzug aufgefordert hatten. Dem Vernehmen nach soll sich der von Bekannten als „ganz Lieber“ beschriebene Mann deswegen in einer psychischen Ausnahmesituation befunden haben. Er legte das Feuer und soll sich selbst in suizidaler Absicht verletzt haben. In diesem Zustand trafen ihn die Polizisten in Pirna an, nachdem zuvor lange nach dem Mann als einzigem Bewohner gesucht worden war.

In einer ersten Befragung hat der Tatverdächtige die Brandstiftung gegenüber der Polizei eingeräumt. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Es gab keine weiteren Verletzten. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit unbekannt.

Von Daniel Förster

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