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Polizeiticker 50-Jähriger nach Badeausflug bei Moritzburg vermisst
Region Polizeiticker 50-Jähriger nach Badeausflug bei Moritzburg vermisst
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12:09 07.07.2018
Die Einsatzkräfte konzentrieren ihre Suche am Freitag vor allem auf einen schilfbewachsenen Uferbereich. Bisher ohne Ergebnis. Quelle: Tino Plunert
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Moritzburg

Ein 50-Jähriger wird nach einem Badeausflug im Dippelsdorfer Teich bei Moritzburg vermisst. Der Mann war mit einem Freund am Donnerstagabend baden gegangen und wollte zu einer Insel in dem Gewässer im Moritzburger Ortsteil Friedewald schwimmen. Weil er nach ungewöhnlich langer Zeit nicht zurückkehrte, rief der Bekannte schließlich Feuerwehr und Polizei zu Hilfe. Einsatzkräfte der Feuerwehren Moritzburg und Friedewald suchten fieberhaft nach dem Mann. Unter den Helfern war auch Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos). „Als ich die Nachricht erhielt, habe ich mich sofort ins Auto gesetzt und den Kameraden das Tor geöffnet“, sagt er.

Zum Boot der Moritzburger Kameraden kamen zwei weitere der Wasserrettung des Deutschen Roten Kreuzes Meißen und ein Polizeihubschrauber hinzu. Ergebnislos musste die Suche trotz aller Mühen in der Nacht gegen 23 Uhr abgebrochen werden.

Am Freitagmorgen übernahm dann die Polizei mit Tauchern und einen Hubschrauber die Aufgabe, nach dem Mann zu suchen. Auch sie arbeiten bis zum Abend ergebnislos. Es wird nicht mehr damit gerechnet, denn Mann lebend zu finden.

Rings um den Dippelsdorfer Teich aufgestellte Schilder weisen auf die Gefahren hin. Insbesondere Wasserpflanzen und Schlamm bereiten Probleme. Quelle: Tino Plunert

Baden ist im Dippelsdorfer Teich ausdrücklich nur auf eigene Gefahr erlaubt, wie Bürgermeister Hänisch betont. Darauf weisen auch viele Schilder an dem zum Freistaat Sachsen gehörenden Gewässer hin. „Die Badestelle hier wurde bereits vor Jahren geschlossen“, sagt Hänisch. Zwar sei der Teich nicht wirklich tief, wie Feuerwehrmann Jens Klotzsche sagt: „Die Wassertiefe reicht von 1,80 Meter bis Knietiefe.“ Probleme bereiten jedoch tiefer Schlamm und Wasserpflanzen.

„Der Teich wurde seit Jahren nicht entschlammt, langsam wachsende Schlingpflanzen haben sich ausgebreitet und außerdem ist die Sichttiefe nicht gut“, zählt Hänisch auf. Das könne manchen Schwimmer überraschen oder überfordern. Jeder, der trotzdem ins Wasser gehe, müsse mit diesen Gefahren umzugehen wissen. „Aber manch einer überschätzt sich auch“, sagt der Bürgermeister bedauernd.

Bis gegen 23 Uhr suchten die Helfer nach dem 50-Jährigen. Dann gaben sie die Suche wegen der Dunkelheit auf. Überlebenschancen hatte der Mann da schon nicht mehr. Quelle: Tino Plunert

Wegen der Beschaffenheit des Teichs gestaltet sich die Suche offenbar sehr schwierig. Hatten die Einsatzkräfte erst einen Anhalt, wo sie suchen könnten, gilt nun wegen der Strömungen im Gewässer und Windabtrieb ein Fund des Leichnams im gesamten Teich als wahrscheinlich. Die Polizeitaucher, die wegen der geringen Tiefe des Teichs in Wathosen durch das Wasser laufen, haben ihre Suche am Freitag vor allem auf schwer einsehbare Schilfbereiche am Ufer konzentriert. Dort könnte der Wind den leblosen Körper des 50-Jährigen getrieben haben, so die Vermutung. Mit einem schnellen Fund wird inzwischen nicht mehr gerechnet. Die Suche soll am Sonnabend fortgesetzt werden.

Von Uwe Hofmann und Tino Plunert

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