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Polizeiticker 27-Jähriger verursacht im Drogenrausch Horrorunfall auf Autobahn 4
Region Polizeiticker 27-Jähriger verursacht im Drogenrausch Horrorunfall auf Autobahn 4
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10:59 24.04.2017
Symbolbild. Quelle: dpa
Ohorn

In der Nacht zu Montag haben bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 4 zwischen Ohorn und Pulsnitz drei Menschen schwere Verletzungen erlitten. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Dresden ab 22.30 Uhr stundenlang gesperrt werden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Polizei und Feuerwehr waren zudem mit einer nächtlichen Suchaktion nach weiteren Verletzten beschäftigt.

Im Drogenrausch war ein 27-Jähriger unweit der Auffahrt Ohorn mit seinem BMW nahezu ungebremst auf das Heck einer vorausfahrenden Mercedes C-Klasse aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Autos nach rechts von der Fahrbahn geschleudert, durchbrachen einen Wildzaun und kamen außerhalb der Autobahn in einem Dickicht zum Stillstand. Der Unfallfahrverursacher sowie der 48 Jahre alte Fahrer des Mercedes und dessen fünf Jahre jüngere Beifahrerin wurden schwer verletzt. Sie kamen zur Versorgung in unterschiedliche Krankenhäuser. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 50 000 Euro. Beide Autos wurden abgeschleppt.

Während die Einsatzkräfte und Sanitäter die schwer verletzten Personen aus ihren Fahrzeugen befreiten, äußerte der augenscheinlich unter Schock stehende Mercedes-Fahrer, dass er nicht genau wisse, wie viele Mitfahrer in seinem Auto gesessen hatten. Da auch nach weiteren Ermittlungen unter Mitwirkung der Polizei in der rheinland-pfälzischen Heimat der verunglückten Familie nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich weitere Personen in dem Auto befanden und die Unfallstelle unbemerkt verlassen hatten, begann eine groß angelegte Suche.

Die Rettungshundestaffel Sachsen-Ost e.V. und ein Hubschrauber der Bundespolizei kamen dabei zum Einsatz. Sie suchten den Bereich an der Unfallstelle und die nähere Umgebung ab. Der Hubschrauber kreise dabei nahe der Gemeinde Ohorn. Entsprechende Lärmbelästigungen seien leider unvermeidbar gewesen, heißt es aus der Polizeidirektion Görlitz. Nach mehreren Stunden ohne Ergebnis brachen die Rettungskräfte die Suche ab.

Aufgrund der Schwere des Unfalls kamen die Freiwilligen Feuerwehren aus Ohorn, Pulsnitz und Großröhrsdorf mit rund 30 Kameraden sowie das Technische Hilfswerk und die Autobahnmeisterei zum Einsatz. Der nächtliche Urlaubsrückreise- und Berufspendlerverkehr, der zumeist aus Polen kommend in Richtung Westen fuhr, wurde wegen der Vollsperrung von der Abfahrt Ohorn über Nebenstraßen zur Auffahrt Pulsnitz umgeleitet. Gegen 4 Uhr wurde die Fahrbahn zunächst teilweise wieder freigegeben. Der Verkehr staute sich etliche Kilometer bis zum Burkauer Berg zurück.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion führt die weiteren Ermittlungen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft veranlassten Polizisten eine Blutentnahme bei dem 27-jährigen Unfallverursacher und behielten dessen Führerschein ein. Die weiteren Ermittlungen werden zum Vorwurf der Gefährdung des Straßenverkehrs geführt.

Von uh

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