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Mitteldeutschland Zu hohes Riskio: Leipziger Zoo lässt Elefantenbaby abtreiben
Region Mitteldeutschland Zu hohes Riskio: Leipziger Zoo lässt Elefantenbaby abtreiben
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09:11 16.05.2018
Elefantenkuh Thura im Zoo Leipzig. Quelle: Zoo Leipzig
Leipzig

Der Zoo Leipzig hat am Dienstag eine Abtreibung bei Elefantendame Thura vorgenommen. Der Tierpark fürchtete um die Gesundheit des Tieres, nachdem seit einer unterbrochenen Geburt in der Silvesternacht vor zwei Jahren das abgestorbene Kalb nie zur Welt gebracht wurde.

Wie sich nun herausstellte, wurde Thura erneut trächtig. Nach Angaben des Zoos war bislang nicht bekannt, dass eine Elefantenkuh mit einem vollentwickelten aber abgestorbenen Kalb wieder trächtig werden kann. Ein Kaiserschnitt zur Entfernung des toten Fötus war nicht möglich. Zoo-Direktor Jörg Junhold erklärte am Dienstag: „Nach Bekanntwerden der Trächtigkeit war uns sofort bewusst, dass diese Trächtigkeit extrem hohe Risiken für das Leben der Kuh birgt.“

Thura befand sich im ersten Viertel der Schwangerschaft, die bei Asiatischen Elefanten zwischen 18 bis 22 Monaten beträgt. Sowohl das Heranwachsen des neuen Kalbes als auch die spätere Geburt wären mit nicht kalkulierbaren Gefahren für das Leben der Elefantenmutter verbunden gewesen. Gemeinsam mit Experten des Leibnitz-Instituts für Zoo und Wildtierforschung Berlin wurde der Schwangerschaftsabbruch eingeleitet. „Das Risiko des Eingriffes haben wir als geringer eingeschätzt als die Fortsetzung der Trächtigkeit“, ließ Zoodirektor Junhold mitteilen.

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Die Abtreibung verlief komplikationslos für Thura. Nach Angaben des Zoos gehe es der Elefantenkuh derzeit gut. Ob der Schwangerschaftsabbruch erfolgreich war, wird sich erst nach einer Untersuchung der Hormonwerte in den kommenden Wochen zeigen.

Den operativen Eingriff sicherte im Übrigen die Leipziger Berufsfeurwehr ab. Am Elefantenhaus parkte stundenlang ein Einsatzfahrzeug. "Eine Sicherheitsvorkehrung für den Fall, dass die Kuh nach der Narkose nicht die Kraft besessen hätte, alleine aufzustehen", teilte Zoo-Sprecherin Melanie Ginzel auf Anfrage von LVZ.de mit

joka

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