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Mitteldeutschland Zentrum für politische Schönheit kritisiert Einsatz der Polizei Chemnitz
Region Mitteldeutschland Zentrum für politische Schönheit kritisiert Einsatz der Polizei Chemnitz
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15:46 04.12.2018
Philipp Ruch, künstlerische Leiter des Zentrums für Politische Schönheit (Archivbild) Quelle: dpa
Chemnitz

Das KünstlerkollektivZentrum für politische Schönheit“ (ZPS) hat den Polizeieinsatz gegen ihr Chemnitzer Büro scharf kritisiert. Die Polizei habe sich der „Meinung des Mobs“ gebeugt und nach deren Forderungen gehandelt, nicht aber auf einer rechtlichen Grundlage, sagte eine Sprecherin des Zentrums am Dienstag. „Die Wut der "Bürger" wog schwerer als unsere Eigentumsrechte, ein gültiger Mietvertrag und das Recht auf Kunstfreiheit“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Schlösser des angemieteten Objektes seien ausgetauscht worden. Man verlange nun die Herausgabe der Schlüssel und erwäge dafür auch juristische Schritte.

Innenminister: ZPS gefährdet gesellschaftlichen Zusammenhalt

Das „Zentrum für Politische Schönheit“ gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) auf einer Pressekonferenz in Dresden. Die Staatsanwaltschaft müsse nun prüfen, ob strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege. Zuerst hatte die der Chemnitzer Freien Presse darüber berichtet. Nach Wöllers Worten werde die Polizei Chemnitz trotzdem das vom ZPS angebotene Material sichten. „Wir prüfen alles“.

Die Polizei war am Montag gegen eine umstrittene Internetaktion des Künstlerkollektivs eingeschritten. Zur Gefahrenabwehr seien Plakate vom Büro der Aktivisten entfernt worden, hatte die Polizei mitgeteilt. Auf der Internetseite sucht das Kollektiv mit Fotos nach angeblichen Teilnehmern der rechten Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz. Das Künstlerkollektiv will dafür nach eigener Aussage drei Millionen Bilder ausgewertet haben.

dpa

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