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Zeitung: Frank Richter tritt aus der CDU aus

Kritik an Partei Zeitung: Frank Richter tritt aus der CDU aus

Der ehemalige Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, ist einem Zeitungsbericht zufolge aus der CDU ausgetreten. Dies sei eine „persönliche Gewissensentscheidung“, die er längere Zeit vor sich hergeschoben habe.

Frank Richter

Quelle: Anja Schneider

Der ehemalige Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, ist einem Zeitungsbericht zufolge aus der CDU ausgetreten. Dies sei eine „persönliche Gewissensentscheidung“, die er längere Zeit vor sich hergeschoben habe, sagte der bekannte Bürgerrechtler der „Sächsischen Zeitung“. „Mein Austritt ist ein Zeichen der Herstellung von Klarheit, nicht von Wut.“

Zur Begründung seines Austritts verwies er auf die aus seiner Sicht fehlenden Streit- und Diskussionskultur in der sächsischen Union. „Die Demokratie erschöpft sich nicht im Gang an die Wahlurnen“, sagte Richter. „Sie unterscheidet sich von der Monarchie unter anderem dadurch, dass die Bürgerinnen und Bürger die Republik als ihre eigene Angelegenheit – und nicht die Angelegenheit des Königs – betrachten und deren Wohl und Wehe öffentlich und kontrovers diskutieren.“

Als spezieller Anlass wurde die Posse um eine Buchvorstellung in Meißen genannt. Ein CDU-Stadtrat hatte einen Sammelband, für den auch Richter einen Text beigesteuert hatte, als "Dreck" bezeichnet, freilich ohne das Buch zu lesen. Die CDU hatte danach mit dafür gesorgt, dass das Buch im Meißner Rathaus zwar gelesen werden, nicht aber darüber diskutiert werden durfte.

Der Theologe war Anfang des Jahres an der Spitze der Landeszentrale ausgeschieden. Den Posten hatte er seit 2009 innegehabt. Wirklich bekannt wurde Richter als Moderator nach den Krawallen rund um den 19. februar 2011. In den vergangenen zwei Jahren hatte er sich um einen Dialog mit den Anhängern des islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses bemüht. Dafür wurde er auch kritisiert. Richter war Anfang der 1990er-Jahre in die sächsische CDU eingetreten.

dpa/DNN

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