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Zahl der Steuersünder-Selbstanzeigen in Sachsen stark gesunken

Trend rückläufig Zahl der Steuersünder-Selbstanzeigen in Sachsen stark gesunken

Im zweiten Jahr nach Verschärfung der Regeln sind in Sachsens Finanzämtern 2016 nur noch 31 Selbstanzeigen von Steuersündern eingegangen, die Kapitalanlagen in der Schweiz verschwiegen hatten. Das war nach Angaben des Finanzministeriums nur etwa ein Viertel des Aufkommens solcher Anzeigen im Vorjahr.

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Im zweiten Jahr nach Verschärfung der Regeln sind in Sachsens Finanzämtern 2016 nur noch 31 Selbstanzeigen von Steuersündern eingegangen, die Kapitalanlagen in der Schweiz verschwiegen hatten.

Quelle: dpa

Dresden. Im zweiten Jahr nach Verschärfung der Regeln sind in Sachsens Finanzämtern 2016 nur noch 31 Selbstanzeigen von Steuersündern eingegangen, die Kapitalanlagen in der Schweiz verschwiegen hatten. Das war nach Angaben des Finanzministeriums nur etwa ein Viertel des Aufkommens solcher Anzeigen im Vorjahr. Im Vergleich zu den Selbstanzeigen 2014 waren es sogar nur elf Prozent. Der Trend sei weiter stark rückläufig, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Im vierten Quartal 2016 habe es nur noch zwei dieser Selbstanzeigen gegeben.

Und auch die daraus resultierenden Steuermehreinnahmen verringerten sich 2016 - auf 718 145 Euro. Damit lagen die Nachzahlungen um fast zwei Drittel niedriger als im Vorjahreszeitraum, wo aus 135 Selbstanzeigen fast zwei Millionen Euro an den Fiskus geflossen waren. Seit Einführung der Statistik im Februar 2010 summiert sich die Zahl der Selbstanzeigen im Freistaat den Angaben zufolge inzwischen auf 729 und die Höhe der nachträglichen Steuereinnahmen auf mehr als 6,4 Millionen Euro.

Seit 2015 ist es in Deutschland für Steuerhinterzieher deutlich teurer, mit einer Selbstanzeige straffrei davonzukommen. Das geht nur bis zu einer hinterzogenen Summe von 25 000 Euro statt zuvor 50 000 Euro. Bei höheren Beträgen wird nur gegen Zahlung eines kräftigen Zuschlags von Strafverfolgung abgesehen. Das Geld fließt in den bundesweiten Steuertopf, aus dem es an die Bundesländer verteilt wird.

Die Entwicklung bestätige, dass die Neuregelung „ein richtiger Schritt“ war, erklärte Finanzminister Georg Unland (CDU). Aber trotz ihrer sehr engen Grenzen biete die Selbstanzeige „nach wie vor eine annehmbare Brücke, um den Weg zurück zur Steuerehrlichkeit zu finden“. Die Behörden hatten allerdings damit gerechnet, dass die Steuersünder reinen Tisch machen würden, als die Konditionen noch günstiger waren.

dpa

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