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Mitteldeutschland Zahl der Masernfälle auf zweithöchstem Stand seit 2007
Region Mitteldeutschland Zahl der Masernfälle auf zweithöchstem Stand seit 2007
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13:33 06.09.2017
Symbolbild Quelle: dpa
Dresden

Die Zahl der Masernerkrankungen in Sachsen hat den zweithöchsten Stand der vergangenen zehn Jahre erreicht. Mit bisher 68 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch in Dresden bisher doppelt so viele Fälle registriert wie 2016 insgesamt, aber weit weniger als im Rekordjahr 2015 mit 271. Darunter waren mindestens sieben Kinder unter einem Jahr. „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit“, mahnte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU). Viele würden die Schwere und möglichen Komplikationen der sogenannten Kinderkrankheiten verkennen, „auch weil sie sie nie erlebt haben“.

Angesichts der Tatsache, dass es vor allem bei Erwachsenen zu schweren Verläufen der Infektion kommen kann, mahnte Klepsch zur Impfung. Es gehe nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um die Verantwortung Anderen gegenüber. „Impfen ist keine Privatsache.“ Wenn genügend Menschen geimpft sind, könnten auch jene geschützt werden, die noch zu jung für eine Impfung sind oder aus anderen Gründen nicht geimpft werden können. So hatte in diesem Jahr eine ungeimpfte Mutter ihr fünf Monate altes Baby angesteckt.

Um die Impfquoten zu steigern, hatte die Sächsische Impfkommission ihre Empfehlung geändert: Kinder erhalten die zweite Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln ein Jahr früher - um den vierten statt den fünften Geburtstag herum.

dpa

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