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Wohnungsgenossenschaften mit Rekordinvestition

400 Millionen Euro Wohnungsgenossenschaften mit Rekordinvestition

Sachsens Wohnungsgenossenschaften haben 2016 knapp 400 Millionen Euro in Modernisierung, Instandhaltung und Neubau investiert. Das sei die größte Investition seit der Wiedervereinigung, sagte VSWG-Vorsitzender Axel Viehweger am Mittwoch in Dresden.

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Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Wohnungsgenossenschaften haben 2016 knapp 400 Millionen Euro in Modernisierung, Instandhaltung und Neubau investiert. Das sei die größte Investition seit der Wiedervereinigung, sagte VSWG-Vorsitzender Axel Viehweger am Mittwoch in Dresden. Vor allem für Modernisierung wurden rund 30 Millionen Euro mehr ausgegeben als im Jahr zuvor. Angesichts niedriger Zinsen sei jetzt ein guter Zeitpunkt zum investieren, so Viehweger. Wie sieht es 2017 mit neuen Wohnungen und Projekten wie dem „sozialen Kümmerer“ aus?

NEUE WOHNUNGEN: In diesem Jahr sollen neue Genossenschaftswohnungen in Dresden, Chemnitz und Leipzig entstehen. In den Ballungszentren ist der Bedarf laut Verband am größten. Neu gebaut wird aber auch in Freital und Döbeln. 2016 kamen 300 bis 400 neue Wohnungen hinzu, rund 61 Millionen Euro investierten die Genossenschaften. Mit einem ähnlichen Niveau rechnet der Verband für 2017. Wegen der gestiegenen energetischen Anforderungen wurde 2016 in Sachsen weniger neu gebaut als im Rekordjahr 2015 mit rund 530 Wohnungen.

ABRISS: Im Vorjahr wurden zwischen 400 und 600 Wohnungen im Freistaat abgerissen - vor allem in Chemnitz, Bautzen, Aue, Görlitz, Delitzsch, Riesa, Reichenbach, Borna oder Neuhausen. „Der Rückbau wird in diesem Jahr auf dem gleichen Niveau weitergehen“, schätzt Viehweger.

SOZIALER KÜMMERER: Seit 2015 gibt es den „sozialen Hausmeister“ als Pilotprojekt in der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft, der als Vertrauensperson und Helfer für die Bewohner zur Verfügung steht. 2016 kamen neun „soziale Kümmerer“ in sechs Wohnungsgenossenschaften unter anderem in Dresden, Döbeln, Schneeberg und Werdau hinzu. Gefördert vom Sozialministerium mit rund 135 000 Euro. In diesem Jahr soll das Konzept vor allem auf dem Land erweitert werden, dann sollen es insgesamt 13 Genossenschaften mit 16 „Kümmerern“ sein. Ein Drittel der Kosten tragen die Genossenschaften.

ALTERSGERECHTE WOHNUNGEN: Nach Schätzungen des VSW werden in Sachsen in den nächsten Jahren rund 100 000 barrierefreie und altersgerechte Wohnungen gebraucht. „Die Wohnungen müssen so hergerichtet werden, dass Menschen so lange wie möglich in ihren Wohnungen bleiben können“, so Viehweger. Dafür sei aber eine Förderung von rund 10 000 Euro pro Wohnung erforderlich, um die Kaltmiete bei einer Grenze von 6,50 Euro zu deckeln. Mehr sei für die meisten Sachsen nicht erschwinglich, hieß es.

Die 214 im VSWG organisierten Genossenschaften bewirtschaften mit rund 275 000 Wohnungen 18,4 Prozent der Mietwohnungen in Sachsen. Die Genossenschaften erwirtschaften jährlich einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro und beschäftigen 2500 Mitarbeiter.

dpa

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