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Mitteldeutschland Wohlfahrtsverbände wollen bessere Rahmenbedingungen bei Kitas in Sachsen
Region Mitteldeutschland Wohlfahrtsverbände wollen bessere Rahmenbedingungen bei Kitas in Sachsen
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18:24 09.09.2015
Kinder beim Essen in der Kita (Archiv). Quelle: dpa

Zwar sei der Ausbau-Bedarf im Freistaat nicht so groß wie in den alten Bundesländern, dennoch klaffe eine Lücke, hieß es. Für 46,6 Prozent der ein- bis dreijährigen Kinder sei ein Betreuungsplatz da, 52,5 Prozent der Eltern hätten aber Bedarf angemeldet, teilte die Liga der Freien Wohlfahrtspflege unter Berufung auf Zahlen der Bertelsmann Stiftung mit.

Es gehe jedoch nicht nur um den Kita-Ausbau. Die Rahmenbedingungen müssten sich verbessern, betonte Liga-Sprecherin Ines Vogel. Mit fortschreitendem Ausbau drohe Fachkräftemangel. Zumal bei einigen Trägern das Durchschnittsalter der Erzieherinnen bei 50 Jahren liege. In den Ländern Brandenburg und Thüringen würden momentan noch Erzieherinnen über Bedarf ausgebildet.

„Es fragt sich aber, ob wir attraktiv genug sind, um Fachkräfte aus anderen Bundesländern anzuziehen“, sagte Vogel. Dabei gehe es nicht nur um die Bezahlung, sondern auch um die Arbeitsbedingungen, etwa den Betreuungsschlüssel. Hier rangiere Sachsen ganz hinten. Nach Berechnungen der Wohlfahrtsverbände würde die Absenkung des Krippenbetreuungsschlüssels von 1:6 auf 1:5 rund 55 Millionen Euro pro Jahr kosten.

Am späten Donnerstagnachmittag wollten in Leipzig Eltern für mehr Plätze in Kitas demonstrieren. Anders als die Landeshauptstadt Dresden kann Leipzig den Platzbedarf wohl erst Ende 2014 vollständig decken.

dpa

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