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Mitteldeutschland Wetterlage entspannt sich – Debatte um bessere Schutzmaßnahmen nimmt Fahrt auf
Region Mitteldeutschland Wetterlage entspannt sich – Debatte um bessere Schutzmaßnahmen nimmt Fahrt auf
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23:07 09.09.2015
Ostsachsen hatte das Unwetter besonders hart getroffen. Quelle: dpa
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Bei den schweren Unwettern seit Donnerstagabend waren in Sachsen drei Menschen ums Leben gekommen. Ein 23-jähriger Autofahrer wurde unter einem umstürzenden Baum begraben. Vom Blitz erschlagen wurden am Freitag ein neunjähriges Mädchen und am Samstag ein 64-jähriger Mann. In Ostsachsen waren am Wochenende mehrere Hundert Rettungskräfte im Einsatz, nachdem heftige Regenfälle zu Überschwemmungen geführt hatten.

In Dresden und Umgebung hatte sich die Lage bereits am Samstag wieder normalisiert, nachdem am Freitag die vorerst letzten schweren Gewitter über die Stadt gezogen waren. Trotzdem meldete die Feuerwehr am Montag noch einmal fünf Einsätze wegen Gewitterfolgen. Es waren umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste zu beseitigen, so das Brand- und Katastrophenschutzamt.

[gallery:500-1724323076001-DNN] Ostsachsen hatte das Unwetter allerdings entschieden heftiger getroffen. Bis zu 18 Stunden hatten Helfer am Wochenende im Dauereinsatz verbracht, um das drohende Hochwasser bestmöglich abzuwenden. Brenzlig sei es in der Nacht zu Montag noch einmal in Boxberg gewesen. Am Zusammenlauf der Schwarzen und Weißen Schöps sei der Wert am Pegel auf 3,86 Meter geklettert. Normal seien 1,44 Meter. „Die Feuer- und die Wasserwehr hatten die Situation aber stets unter Kontrolle“, so die Landratsamtssprecherin. Am Montag begannen in den Verwaltungen die Katalogisierungen der Schäden. Bis zum Wochenende sollen Ergebnisse vorliegen.

Nach ersten Schätzungen sollen Schäden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden sein. Landrat Lange bezifferte ihn allein an Straßen und Brücken auf sieben bis zehn Millionen Euro. Hinzu kämen „erhebliche Schäden“ für die Landwirtschaft: Im Unterschied zum Hochwasser im August und September 2010 seien die Getreidefelder diesmal noch nicht abgeerntet, sagte Lange am Sonntag in Niesky.

Im gesamten Krisengebiet waren Hunderte Rettungskräfte teilweise bis zu 18 Stunden im Dauereinsatz, um der Lage Herr zu werden: Durch die Niederschläge wurden im Landkreis Görlitz mehrere Straßen sowie zahlreiche Keller und Gärten überflutet. Auch am Montag blieben einige Straßen wegen Überflutung gesperrt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fielen in Ostsachsen von Donnerstagabend bis zum Samstagabend gebietsweise mehr als 80 Liter pro Quadratmeter. Der Spitzenwert wurde mit 86,4 Litern pro Quadratmeter an der Messstation im Hähnichener Ortsteil Trebus verzeichnet. Für Montag hatten die Meteorologen Entwarnung gegeben.

dpa / sl

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