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Mitteldeutschland Weniger Handwerksbetriebe in Sachsen - Ein-Mann-Betriebe schließen
Region Mitteldeutschland Weniger Handwerksbetriebe in Sachsen - Ein-Mann-Betriebe schließen
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14:39 12.09.2016
In Sachsen gibt es immer weniger Handwerksbetriebe. Quelle: ttr
Dresden

In Sachsen gibt es immer weniger Handwerksbetriebe. Im ersten Halbjahr 2016 sank deren Zahl um 642 auf insgesamt 57 657 Firmen, wie der Sächsische Handwerkstag am Montag mitteilte. Knapp 1680 Zugängen standen der Statistik zufolge 2320 Abgänge gegenüber. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Betriebe weiter abnimmt“, sagte ein Handwerkstag-Sprecher. Zum einen fänden Meister in seltenen Gewerken wie Schuh- oder Schirmmacher meist keinen Nachfolger mehr. Auf dem Land fehle es bedingt durch Abwanderung an Kunden. Die Inhaber entscheiden sich dann nicht selten für eine Aufgabe ihrer Betriebe.

Bei den Handwerksberufen, in denen etwa ein Meisterbrief Voraussetzung ist, geht vor allem die Zahl der Maurer, Betonbauer, Elektrotechniker und Maler zurück. Bei zulassungsfreien Handwerken haben Fliesen-, Platten- und Mosaikleger sowie Raumausstatter den größten Schwund.

Insgesamt sind vor allem Ein-Mann-Betriebe auf dem Rückzug: Immer mehr geben ihre Selbstständigkeit auf und lassen sich lieber in großen Unternehmen anstellen. Möglich mache dies die gute Konjunktur und die gestiegene Nachfrage nach Fachkräften im Bau und Ausbaugewerbe, so der Sprecher. Nach der Neuordnung des Handwerksrechts im Jahr 2004 sei die Zahl der Solo-Selbstständigen „explosionsartig“ gestiegen, nun normalisierten sich die Zahlen langsam wieder.

Abwanderung gab es aber kaum - die Zahl der Beschäftigten im sächsischen Handwerk blieb mit rund 320 000 in den vergangenen Jahren relativ konstant. Schon seit Jahren verzeichnet der Handwerkstag einen Schwund bei der Zahl der Betriebe: Ende Juni 2013 waren noch knapp 59 700 Betriebe im Freistaat registriert.

dpa

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