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Mitteldeutschland Weniger Blumen, mehr Schokolade: Fakten zum Valentinstag in Sachsen
Region Mitteldeutschland Weniger Blumen, mehr Schokolade: Fakten zum Valentinstag in Sachsen
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14:15 13.02.2019
Jahr für Jahr werden immer weniger Blumen nach Sachsen importiert. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

Blumen oder doch Pralinen? Diese Frage stellen sich am Vorabend des 14. Februar kurz vor Ladenschluss wohl auch viele Sachsen. Denn zum Valentinstag sind kleine, romantische Geschenke an die oder den Liebsten inzwischen praktisch ein Muss. Immer häufiger profitiert von der Antwort offenbar nicht das Blumengeschäft an der Ecke, sondern die Süßwarenindustrie. Denn wie das Statistische Landesamt pünktlich zum Valentinstag herausgefunden hat, werden von Jahr zu Jahr immer weniger Blumen in den Freistaat importiert, steigen stattdessen die Absatzzahlen für ausländische Schokolade an.

Süßigkeiten im Wert von 25 Millionen Euro wurden von Januar bis November 2018 in den Freistaat eingeführt, rechnen die Statistiker aus Kamenz vor – das sind 42 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Der mit Abstand größte Anteil Importsüßigkeit komme dabei nicht etwa aus dem „Land der Schokolade“ – auch bekannt als Schweiz – sondern zu 80 Prozent aus Tschechien. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei allerdings nicht nur um tschechische Waren, sondern vor allem um Produktionen für Fremdfirmen handeln könnte, so eine Sprecherin auf Nachfrage. In die andere Richtung funktioniert der paneuropäische Süßwarentransfer übrigens auch ganz gut: Kakaohaltige Genussmittel im Wert von 5,19 Millionen Euro wurden im selben Zeitraum aus Sachsen in die Tschechische Republik exportiert.

Halbierung des Blumenimports

Für die Blumenbranche zeigt die Tendenz dagegen in die andere Richtung. Blütenträger im Wert von 6,57 Millionen Euro wurden zwischen Januar und November 2018 in den Freistaat importiert – das sind 2,2 Millionen Euro weniger als zuvor. Vor zehn Jahren lag der Einfuhrwert im Segment noch bei fast 15 Millionen Euro. Angesichts der entscheidenden Rolle, welche die Branche in den vergangenen Jahrzehnten bei der Etablierung des Valentinstages in Deutschland hatte, ist diese Entwicklung auch überraschend.

Ursprünglich geht die Idee für den „Tag der Verliebten“ allerdings nicht auf kunstvolle Rosen- und Gerbera-Arrangements, sondern auf den Heiligen Valentin zurück. Jener soll im Römischen Reich trotz Verbots Soldaten mit ihren Liebsten verheiratet haben. Aufgegriffen wurde diese Legende im 13. Jahrhundert vom englischen Dichter Geoffrey Chaucer (“Canterbury Tales“), dann von der anglikanischen Kirche und letztlich von den Herstellern romantischer Grußkarten und Briefmarken. Über das Liebesleben stationierter amerikanischer Soldaten kam diese Idee dann in den 1950er Jahren auch nach Deutschland und wurde hier zunehmend von der Werbeindustrie aufgegriffen.

Von Matthias Puppe

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