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Weiter Streit um Minihirsche im Leipziger Zoo

Schlachtung Weiter Streit um Minihirsche im Leipziger Zoo

Der Streit um die Zukunft der chinesischen Minihirsche im Leipziger Zoo hält an. Der Zoo hat unterdessen vorerst Abstand von der Planung genommen, die vier Chinesischen Mantjuks in seinem Bestand zu schlachten.

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Die mit Hirschen verwandten Zwergmuntjaks gehen am 24.01.2017 durch ihr Gehege im Zoo in Leipzig (Sachsen).

Quelle: dpa

Leipzig. Ganz neue Wendung im Fall der von Schlachtung bedrohten Chinesischen Minihirsche im Leipziger Zoo: Die drei Hirschkühe sind trächtig, wie eine Sprecherin des Zoos am Freitag sagte. Zwar hatte der Tierpark schon vor Bekanntwerden dieses Umstands auf die geplante Schlachtung der Tiere verzichtet, nun ist sie sogar absolut verboten. Dennoch hält der Streit um die Zukunft der Muntjaks an: Das Umweltamt der Stadt bleibt bei seiner Auffassung, dass die von der EU-Kommission genannten Übergangsfristen zur Abgabe sogenannter invasiver Arten auf den Zoo nicht zutreffen, wie das Amt auf dpa-Anfrage mitteilte.

Muntjaks im Zoo Leipzig

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In einer EU-Verordnung sind 37 Tier- und Pflanzenarten aufgeführt, die nicht weiter gezüchtet oder an andere Halter abgegeben werden dürfen. Diese sogenannten invasiven Arten breiten sich auch außerhalb ihrer ursprünglichen Lebensräume aus. Da ihnen häufig natürliche Feinde fehlen, können sie für Flora und Fauna im Ausbreitungsraum zur Gefahr werden.

Die EU-Kommission hatte Anfang der Woche erklärt, für die Umsetzung der EU-Verordnung würden Übergangsfristen gelten. Innerhalb dieser dürften Tiere an andere Halter abgegeben werden, sogar über Landesgrenzen hinweg. Das Umweltamt steht auf dem Standpunkt, dass dies zwar für kommerzielle Halter wie etwa Tierhändler gelte. Es müsse aber noch geprüft werden, ob der Zoo ein kommerzieller Halter im Sinn der entsprechenden EU-Verordnung sei.

„Mit Blick darauf, dass die Übergangsbestimmungen ursprünglich für kommerzielle Bestände geschaffen wurden, um es Tierhändlern zu ermöglichen, vorhandene Bestände noch abgeben zu dürfen, dürfte eine direkte Anwendbarkeit der Vorschrift auszuschließen sein, da der Zoo Leipzig nicht als "klassischer" kommerzieller Tierhändler fungiert“, so die Behörde. Zudem verweist das Umweltamt darauf, dass der potenzielle Abnehmer der Muntjaks - ein Privathalter in Belgien - keine Genehmigung zur Haltung der Tiere vorweisen kann.

dpa

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