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Warnstreiks auch in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie

Arbeitsniederlegung im Tarifkonflikt Warnstreiks auch in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie soll es in der kommenden Woche auch in Sachsen 24-stündige Warnstreiks geben. In den ausgewählten Betrieben sollen ab Montag Mitgliedervoten eingeholt werden, hieß es. Die IG Metall fordert für die insgesamt rund 3,9 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate und moderne Arbeitszeitmodelle

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Mit den Arbeitsniederlegungen will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Quelle: dpa

Berlin. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie soll es in der kommenden Woche auch in Sachsen 24-stündige Warnstreiks geben. „Die Arbeitgeber blockieren eine Einigung und treiben den Konflikt in die Eskalation. In den Belegschaften gibt es Ärger und Unverständnis über die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber“, sagte Olivier Höbel, IG Metall-Chef für Berlin, Brandenburg und Sachsen, am Samstag in Berlin. Darauf werde es „eine entsprechende Antwort mit massiven ganztägigen Warnstreiks in zahlreichen Betrieben geben“. Die Tarifverhandlungen waren am Samstag in Stuttgart ergebnislos abgebrochen worden.

Mit den Arbeitsniederlegungen will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. In den ausgewählten Betrieben sollen ab Montag Mitgliedervoten eingeholt werden, hieß es. IG Metall-Mitglieder erhalten dann – anders als bei den kurzen Warnstreiks – eine finanzielle Unterstützung von ihrer Gewerkschaft. Nach Angaben der IG Metall haben sich im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen bislang an 16 Tagen in 200 Betrieben mehr als 45 000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.

Die IG Metall fordert für die insgesamt rund 3,9 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate und Wahloptionen für moderne Arbeitszeitmodelle. Zugleich strebt sie im Osten eine Verpflichtung an, über die Angleichung der Arbeitszeiten zwischen Ost und West zu verhandeln. Die Arbeitgeber kündigten unterdessen Klagen gegen die ganztägigen Warnstreiks an.

dpa

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