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Warnstreik bei Pierburg

Warnstreik bei Pierburg

Bei Pierburg standen gestern in Hartha die Maschinen still. Die gesamte Belegschaft der Frühschicht legte die Arbeit nieder und beteiligte sich am Warnstreik der IG Metall.

"Um die 100 Leute haben ihre Arbeit niedergelegt. An den Warnstreiks können sich alle beteiligen, nicht nur Gewerkschaftsmitglieder", teilte gestern der Betriebsratsvorsitzende Terry Heinert mit. Die Mitarbeiter wollen mit dem Warnstreik die Forderungen ihrer Gewerkschaft nach 6,5 Prozent mehr Gehalt nachdrücklich untermauern. Es gehe aber auch darum, dass Lehrlinge nach ihrer Ausbildung unbefristet übernommen werden. Auch soll dem Betriebsrat Mitbestimmung beim Einsatz und der Entlohnung der Leiharbeiter eingeräumt werden.

"Bei uns im Werk bekommen die Lehrlinge nach ihrer Ausbildung einen befristeten Arbeitsvertrag für ein Jahr. Das ist nicht zu verstehen", sagte Terry Heinert im Nachgang an den Warnstreik. Gerade in Zeiten, wo gut ausgebildete Facharbeiter immer knapper werden, sollte eine andere Praxis im Unternehmen gelten. "Wir müssen einen erheblichen Werbeaufwand betreiben, um überhaupt annähernd die gewünschte Anzahl von Auszubildenden zu bekommen", erklärte der Betriebsratsvorsitzende. Wenn Pierburg gleich unbefristete Arbeitsverträge vorlegen würde, wäre das ein Zeichen und auch ein Aushängeschild. Mit dem sicher mehr Jugendliche zu überzeugen wären - da ist sich Heinert sicher.

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 05.05.2012

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