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Mitteldeutschland Von der Kneipentour ins Seminar – Vorlesungsbeginn in Sachsen
Region Mitteldeutschland Von der Kneipentour ins Seminar – Vorlesungsbeginn in Sachsen
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10:42 07.10.2018
Die Hörsäle im Freistaat werden ab jetzt das "zweite Zuhause" der neuen Erstsemester. Quelle: dpa

Bei der Studierendenvertretung der TU Bergakademie Freiberg ist online ein „Erstsemester Survival Guide“ zu finden. Darin steht alles, was frisch gebackene Studenten in den ersten Uni-Wochen wissen müssen: Von den Studienordnungen und der Nutzung der Bibliothek bis zur sogenannten Erstiwoche mit Kneipentour und Co. „In der Gemeinschaft überlebt man den ultimativen Studienwahnsinn viel leichter“, heißt es in der Einladung zu den Kennenlerntagen an der Uni.

Am Montag beginnt für tausende Studierende in Sachsen zum ersten Mal die Vorlesungszeit. Die Universitäten im Land verzeichnen gute Zahlen bei den neu Eingeschriebenen. So hatten sich nach Angaben der Technischen Universität (TU) Chemnitz bis Ende September 1940 Studenten dort neu eingeschrieben – fast 300 mehr als im Vorjahr. Der Rektor der Universität, Gerd Strohmeier, bezeichnete den Anstieg als „starkes Signal“ für die Universität.

Auch in Dresden blickt man positiv auf das Semester. „Die TU Dresden freut sich über insgesamt stabil bleibende Studienanfängerzahlen“, erklärte Sprecher Konrad Kästner. 6900 Studienanfänger gibt es demnach an der Hochschule, etwa 220 mehr als im Vorjahr.

Beide Universitäten heben positiv hervor, dass sich zum Wintersemester 2018/19 besonders viele Menschen aus dem Ausland für ein Studium eingeschrieben haben. In Chemnitz sind es 420 junge Männer und Frauen, im Vorjahr waren es dort noch knapp 350. „Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung“, sagte ein Sprecher der Hochschule. An der TU Dresden beginnen etwa 1100 Studentinnen und Studenten aus dem Ausland ein Studium – im vergangenen Jahr waren es dort nach Angaben einer Sprecherin etwa 700.

„Wir freuen uns, dass die TU Dresden an Attraktivität für Studierende aus dem Ausland weiter zugelegt hat“. Eine Erklärung für den deutlichen Zuwachs gab es zunächst jedoch nicht. In Chemnitz führte man den Anstieg auf das Studienangebot zurück, dass auch zahlreiche Programme auf Englisch umfasse. Außerdem sei die Betreuung ausländischer Studierender gut, sie würden beispielsweise bei Behördengängen und bei der Wohnungssuche unterstützt, sagte der Sprecher der Hochschule.

Die Zahlen zu den Studienanfängern können sich noch verändern, da das Zulassungsverfahren an den Hochschulen im Land oftmals noch nicht abgeschlossen ist. Von der Universität Leipzig kamen deshalb zunächst gar keine Zahlen zu den neu eingeschriebenen Studierenden. Die Hochschule veröffentlichte nur Angaben zum Stand der Bewerbungen. Diese lagen bei etwa 42 200 und damit unter dem Wert aus dem Vorjahr. Die Zahlen seien jedoch nicht aussagekräftig, da sich viele Schulabgänger an mehreren Universitäten gleichzeitig bewerben würden, erklärte ein Sprecher der Universität Leipzig.

Die anderen Hochschulen im Land erwarten, dass sich die Zahl der Immatrikulierten weiter nach oben bewegen, wenn die Nachrückverfahren in den kommenden Wochen abgeschlossen sind. So zum Beispiel in Mittweida. Die dortige Hochschule verzeichnete zunächst 2260 neue Erstsemester. In den kommenden Wochen würden es aber wohl noch einige mehr werden, teilte ein Sprecher mit. Damit könnte die Zahl der Studierenden die 2230 aus dem Vorjahr überschritten werden.

Die rund 900 Erstsemester der TU Bergakademie Freiberg können es noch eine Woche ruhiger angehen lassen, als der Rest der Studienanfänger im Land. Vorlesungen und Seminare beginnen dort erst eine Woche später, am 15. Oktober. Bis dahin veranstaltet die studentische Vertretung Vorbereitungskurse in Mathe, Physik und Co. Abends geht es dann noch weiter mit Spieleabenden, einer Poolparty und einem Fachschaftsabend – dem Programm der „Erstiwoche“.

dpa

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