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Mitteldeutschland Viel Andrang bei Mühlentag in Sachsen
Region Mitteldeutschland Viel Andrang bei Mühlentag in Sachsen
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16:16 05.06.2017
Ein Mitarbeiter des Schullandheim Reibitz führte am Pfingstmontag zahlreiche Besucher durch die ehemalige Werbeliner Bockwindmühle im Schullandheim Reibitz. Quelle: Alexander Prautzsch
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Alte Mühlen bleiben auch im High-Tech-Zeitalter ein Besuchermagnet. Tausende Menschen sind am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag der Einladung sächsischer Mühlenbesitzer gefolgt. Mehr als 100 Mühlen waren für einen Tag der offenen Tür geöffnet und zogen reichlich Publikum an, ergab eine Umfrage unter den Veranstaltern. An vielen Orten wurde den Besuchern nicht nur die Technik vorgeführt, sondern auch ein Begleitprogramm mit Musik und kulinarischen Köstlichkeiten geboten. Zumindest bis zum frühen Nachmittag spielte vielerorts auch das Wetter gut mit.

Bis 1945 wurde beispielsweise in der Margarethenmühle in Roßwein (Landkreis Mittelsachsen) Getreide gemahlen, heute ist die Wassermühle ein touristisches Ausflugsziel. Kaum eine historische Mühle in Sachsen wird noch als Mühle betrieben, sagte Bettina Böhme vom Sächsischen Mühlenverein der Deutschen Presse-Agentur. Viele sind mittlerweile Museen, Hotels, Bioläden oder Wohnhäuser. In einigen Mühlen jedoch, wie in der Rolle-Mühle in Grünhainichen (Erzgebirgskreis), wird tatsächlich noch Getreide gemahlen.

Typisch in Sachsen seien die Wassermühlen im Erzgebirge und die Windmühlen im Flachland. Wie viele Mühlen es in dem Freistaat noch gibt, ist dem Landesverein nicht bekannt. Dort sind 120 Exemplare gemeldet. Der Bundesverein hat die digitale Karte „Milldatabase“ erstellt, auf der bekannte Mühlen eingetragen werden. Sachsen zählt dort 420 Mühlen. Nicht alle davon sind einen Besuch wert, teilweise sind sie zerfallen oder in Privatbesitz.

Der Sächsische Mühlenverein hat sich mit seinen 160 Mitgliedern zum Ziel gesetzt, die historischen Mühlen in Sachsen zu bewahren und zu schützen. „Die Mühlen waren sozusagen die ersten industriellen Anlagen in Sachsen“, sagte Böhme. Statt Muskelkraft wurde die natürliche Kraft von Wind und Wasser genutzt, um beispielsweise Getreide zu mahlen und Textilprodukte herzustellen. „Jedwede Produktion hing daran“, so Böhme.

dpa

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