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Mitteldeutschland Verein mahnt mehr Hilfen für Kinder mit suchtkranken Eltern an
Region Mitteldeutschland Verein mahnt mehr Hilfen für Kinder mit suchtkranken Eltern an
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17:52 23.06.2017
Menschen im Umfeld der Kinder sollten besser auf die sogenannten schwachen Signale achten und genauer hinzuschauen. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Dresden

Sachsens Kinderschutzbund hat mehr Bewusstsein und Unterstützung für Kinder mit drogen- oder alkoholkranken Eltern gefordert. Es gebe finanzielle Defizite, um alle Beteiligten - Kinder- und Jugendhilfe sowie -psychiatrie, Jugendämter, Beratungsstellen - besser zu vernetzen und eine gute Weiterbildung zu garantieren, sagte die zuständige Referentin des Landesverbandes in Dresden, Angela Lüken, am Freitag mit Blick auf den Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch.

Menschen um Umfeld der Kinder sollten auf Signale achten

Defizite sieht Lüken auch im öffentlichen Bewusstsein für das Tabuthema. „Die Suchterkrankten stehen im Fokus, die Kinder werden leicht außer acht gelassen.“ Lüken appellierte daher an das Umfeld, Lehrer und Erzieher, besser auf die sogenannten schwachen Signale zu achten und genauer hinzuschauen. Die Ansätze für eine frühzeitige und langfristige Unterstützung griffen zu kurz, vor allem für Sechs- bis Zwölfjährige.

Experten schätzen die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die von einer Suchterkrankung eines oder beider Elternteile betroffen sind, auf rund 2,65 Millionen bundesweit. In Sachsen sind nach Angaben des Landesverbandes mindestens 120 000 Kinder betroffen. Viele übernehmen den Haushalt, kümmern sich vor und nach der Schule um die Versorgung, die seelischen und körperlichen Belastungen aber fallen zunächst weniger auf, wie Lüken sagte.

LVZ

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