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Verband: Wohnungsbau bleibt Zugpferd in der sächsischen Baubranche

Ungenügender Breitbandausbau hemmt Entwicklung Verband: Wohnungsbau bleibt Zugpferd in der sächsischen Baubranche

Die Stimmung in der Bauindustrie Sachsens und Sachsen-Anhalts ist recht gut. Sorge bereitet jedoch der Straßenbau. Auch im kommenden Jahr wird der Wohnungsbau ein Zugpferd bleiben, prognostiziert der Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt.

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Die Stimmung in der Bauindustrie Sachsens und Sachsen-Anhalts ist recht gut. Sorge bereitet jedoch der Straßenbau.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Unternehmen der Baubranche in Sachsen und Sachsen-Anhalt blicken überwiegend zuversichtlich in das neue Jahr. „Die Erwartungen der Unternehmen sind nach einer Mitgliederbefragung sehr positiv“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt, Robert Momberg, in Leipzig. So rechneten in Sachsen etwa 80 Prozent der Firmen mit steigenden oder gleichbleibenden Umsätzen, in Sachsen-Anhalt seien es sogar 90 Prozent. Erfreulich sei, dass in beiden Ländern 40,5 Prozent der Unternehmen ihre Ertragslage im Jahr 2016 besser einschätzten als im Vorjahr, so Momberg. Knapp 42,9 Prozent gingen von konstanten Erträgen aus. In Sachsen erzielten die Unternehmen den Angaben zufolge von Januar bis Oktober einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro, in Sachsen-Anhalt waren es 2,7 Milliarden Euro. Das entspreche einem Plus von 6,7 Prozent beziehungsweise 5,6 Prozent. Neuere Zahlen lägen noch nicht vor.

Am deutlichsten habe der Wohnungsbau mit 13,2 Prozent in Sachsen und 34,3 Prozent in Sachsen-Anhalt zugelegt, sagte Momberg. Zurückgegangen sei der Umsatz jedoch im Straßenbau. In Sachsen wurde das Vorjahresergebnis um ein Prozent und in Sachsen-Anhalt um 6,8 Prozent verfehlt.

Der Wohnungsbau werde auch im kommenden Jahr ein Zugpferd bleiben, so Momberg. Damit auch die Tiefbaufirmen im ersten Halbjahr 2017 ausreichend zu tun haben, sei es aus Sicht des Verbandes unbedingt notwendig, dass die Aufträge im Straßenbau unverzüglich eingehen.

„Ein Hemmnis für die Branche ist der noch ungenügende Breitbandausbau, vor allem in ländlichen Gebieten“, sagte Momberg. Die Abdeckung mit schnellem Internet liege in Sachsen bei 50 Prozent und in Sachsen-Anhalt sogar nur bei 40 Prozent. Die dezentral tätige Branche sei auf schnelles Internet angewiesen, um von den Baustellen jederzeit Pläne und Daten auszutauschen. Darüber hinaus könnten öffentliche Aufträge elektronisch vergeben werden, um die Verfahren zu beschleunigen und damit auch Kosten zu sparen.
Der Verband vertritt die Interessen von 150 Unternehmen in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit 11 000 Beschäftigten.

dpa

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