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Ursache für Windrad-Havarie geklärt

Bergung wird vorbereitet Ursache für Windrad-Havarie geklärt

Ein technischer Defekt ist schuld am Umknicken eines Windrades nahe Leisnig in Mittelsachsen. Am Montag und Dienstag soll das vormals fast 100 Meter hohe Windrad mit schwerem Gerät abgebaut und abtransportiert werden.

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Die Ursache für das Umknicken eines Windrades nahe Leisnig wurde nun geklärt.

Quelle: dpa

Leisnig. Drei Tage nach der Havarie eines Windrades nahe Leisnig in Mittelsachsen ist ein technischer Defekt als Unfallursache herausgefunden worden. Nach Abschluss der Untersuchungen stehe fest, dass eines von drei Rotorblättern gebrochen sei, sagte Hans Körner, Geschäftsführer der Wartungsfirma Rasmus GmbH, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Dies habe zu einer Kettenreaktion geführt, in deren Folge das Windrad in einer Höhe von rund 15 Metern abgeknickt und auf das Feld gestürzt war. Durch die Wucht des Aufpralls liege das Getriebe fast zwei Meter im Erdreich.

Unterdessen wird die Bergung vorbereitet. Am Montag und Dienstag soll das vormals fast 100 Meter hohe Windrad mit schwerem Gerät abgebaut und abtransportiert werden. „Am 3. Januar ist nichts mehr zu sehen“, sagte Körner. Kleinere Teile wie scharfkantige Glasfaserstücke der Rotorblätter seien bereits beräumt worden. Die Inspektion des Getriebes habe ergeben, dass kein Öl austritt.

Laut der Betreiberfirma Eurowind Energy GmbH wird die Anlage vor der geplanten Verschrottung noch für eventuelle Begutachtungen der Versicherung zwischengelagert. Den wirtschaftlichen Schaden der Havarie bezifferte Niederlassungsleiter Benjamin Schmitt auf rund eine halbe Million Euro. Diese Summe setze sich zusammen aus den möglichen Erlösen für die Windenergie sowie einem Verwertpreis für den Fall, dass das Windrad für einen Weiterbetrieb regulär abgebaut worden wäre. Nach dpa-Informationen wäre für das havarierte Windrad noch bis 31. Dezember 2019 die volle Einspeisungsvergütung geflossen.

An gleicher Stelle soll im Windpark Sitten ein baugleiches Windrad aufgestellt werden. „Das ist eine Option“, sagte Schmitt. Aus Sicht der Wartungsfirma sei dafür keine neue Genehmigung erforderlich. „Das ist eine Reparatur“, stellte deren Geschäftsführer Körner fest.

Das am vorigen Dienstag umgestürzte Windrad stammt aus dem Jahr 1999. Die jüngste Wartung im Juni hatte nach Angaben der Rasmus GmbH keine Sicherheitsmängel ergeben. Laut Eurowind Energy GmbH, die seit zwei Jahren noch drei weitere Anlagen in diesem Park und rund 300 bundesweit betreibt, sind die Leisniger Windräder in der sogenannten Repowering-Phase. Sie sollen durch moderne Anlagen ersetzt werden. Laut Schmitt ist die Baugenehmigung dafür schon beantragt, liegt aber noch nicht vor. „Das wird sich auch noch eine Weile hinziehen.“

Von dpa

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