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Tillich warnt vor Populismus

"Integration von Flüchtlingen machbar" Tillich warnt vor Populismus

Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich hat dem Populismus eine klare Absage erteilt. Zu Beginn der Haushaltsdebatte warnte er am Mittwoch im Landtag eindringlich vor Populisten.

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Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich am Mittwoch bei der Haushaltsdebatte im Landtag.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) hat dem Populismus eine klare Absage erteilt. Zu Beginn der Haushaltsdebatte warnte er am Mittwoch im Landtag eindringlich vor Populisten. „Sie bereichern sich an den Sorgen und Ängsten. Schlimmer noch: Sie spielen mit dem Vertrauen der Menschen, die sich Lösungen von ihnen erhoffen.“ Populisten hätten noch nie Lösungen angeboten, die auf Dauer für die Menschen und das Land gut sind.

Die meisten der Abgeordneten im Plenum seien besorgt über die Erfolge populistischer Parteien, sagte Tillich weiter: „Uns beschämen die unsachlichen Auseinandersetzungen, Proteste und die Fremdenfeindlichkeit, die wir so oft erleben mussten und müssen (...) Überall in Deutschland ist bei vielen Menschen der Wertekompass verrückt, brechen Dämme gegenüber Denkweisen und Handlungen von denen wir glaubten, sie würden nie mehr möglich sein.“

Tillich ging dabei auch auf das Image der Politiker ein. „Wir müssen vermeiden, dass wir uns in der berühmten Blase wiederfinden“, appellierte er an die Abgeordneten: „Zu viele Menschen fühlen sich nicht mehr vertreten. Oder denken, dass ihre Interessen unausgesprochen bleiben. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht selbst Echo-Räume schaffen, die wir im Internet kritisieren.“ Es gehe darum, Vertrauen zueinander und den Zusammenhalt miteinander zu stärken.

Eine Passage widmete Tillich den Flüchtlingen. Aktuell würden 31.000 Asylsuchende im Freistaat leben - 0,7 Prozent der Bevölkerung: „Wir stehen vor keiner Überfremdung.“ Die Aufgabe sei machbar. Bei der Integration komme es aber auf Erfolge an - auch als Beitrag gegen Populismus: „Das gilt für die Vermittlung der deutschen Sprache, die Integration auf dem Arbeitsmarkt und beim Zusammenleben auf Basis unserer Kultur und Werte.“ Es gelte „Herz und Härte“ zu verbinden.

dpa

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