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Tillich für bezahlbaren Versicherungsschutz gegen Hochwasser

Apell an Eigenverantwortung der Bürger Tillich für bezahlbaren Versicherungsschutz gegen Hochwasser

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat sich für einen bezahlbaren Versicherungsschutz gegen Hochwasser ausgesprochen. Zugleich appellierte er am Freitag in Dresden auf dem Naturgefahrenkolloquium der Sächsischen Verbraucherzentrale an die Eigenverantwortung der Bürger.

Symbolbild

Quelle: Sebastian Kahnert / dpa

Dresden. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat sich für einen bezahlbaren Versicherungsschutz gegen Hochwasser und andere Naturkatastrophen ausgesprochen. Zugleich appellierte er am Freitag in Dresden auf dem Naturgefahrenkolloquium der Sächsischen Verbraucherzentrale an die Eigenverantwortung der Bürger. Sachsen habe massiv in den technischen Hochwasserschutz investiert, erklärte Tillich. Das sei aber kein Ersatz für Eigenvorsorge. „Sie wird immer wichtiger, denn einen hundertprozentigen Schutz wird es auch mit diesen Maßnahmen nicht geben.“

Tillich kündigte an, sich bei Versicherungswirtschaft und Bund dafür einzusetzen, dass Menschen in Risikogebieten bezahlbare Versicherungen erhielten. Auch eine bundesweite Pflichtversicherung sei eine Möglichkeit.

Laut einer Online-Befragung im Auftrag der Verbraucherzentrale sprachen sich 67 Prozent der Deutschen für eine solche Versicherungspflicht aus. Für viele Hauseigentümer sei es schwierig bis aussichtslos, sich gegen Überschwemmung und andere Naturgefahren zu versichern. So habe etwa ein Versicherungscheck gezeigt, dass keine der 32 angefragten Versicherungsgesellschaften ein historisches Wohngebäude in einer Hochwasser-Risikozone in Meißen versichern wollte. „Damit sind der Verbraucher und seine Familie einem doppeltem Existenzrisiko ausgesetzt“, erklärte der Vorstand der Sächsischen Verbraucherzentrale, Andreas Eichhorst.

Anders beurteilt dagegen der Landesverband Haus & Grund Sachsen die Situation. Präsident René Hobusch rief dazu auf, statt auf eine Zwangsversicherung lieber auf die Eigenverantwortung der Grundeigentümer zu setzen. „Statt die Gemeinschaft aller versicherten Hauseigentümer zu belasten, ist die Verantwortung des Einzelnen gefragt.“ Mehr als 90 Prozent aller Gebäude in Sachsen seien gegen Überschwemmung und Starkregen versicherbar. Trotzdem liege die Versicherungsquote nur bei rund 40 Prozent. In Sachsen sind rund 10 000 private Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in dem Landesverband organisiert.

In Sachsen hatte die Jahrhundertflut von 2002 riesige Schäden verursacht, 2013 war der Freistaat erneut von Hochwasser betroffen.

dpa

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