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Tillich: „Verbeamtung der Lehrer ist kein Tabu“

Ministerpräsident stärkt Kultusminister Tillich: „Verbeamtung der Lehrer ist kein Tabu“

In der Debatte um eine mögliche Verbeamtung sächsischer Lehrer stärkt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) dem parteilosen Kultusminister Frank Haubitz den Rücken. Die Verbeamtung sei kein Tabu, sondern „eine Option, über die man mindestens offen diskutieren muss“, sagte Tillich.

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Stanislaw Tillich

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden/Chemnitz. In der Debatte um eine mögliche Verbeamtung sächsischer Lehrer stärkt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) dem parteilosen Kultusminister Frank Haubitz den Rücken. Die Verbeamtung sei kein Tabu, sondern „eine Option, über die man mindestens offen diskutieren muss“, sagte Tillich der in Chemnitz erscheinenden „Freien Presse“. Deswegen habe Haubitz „Rückendeckung, um diese Diskussion anzuschieben“, ergänzte Tillich.

In Sachsen herrscht eklatanter Lehrermangel. Als ein Grund gilt die im Vergleich mit anderen Bundesländern schlechte Bezahlung der Lehrer. Haubitz hatte weitreichende Vorschläge vorgestellt und unter anderem die Verbeamtung der sächsischen Lehrer ins Spiel gebracht. Es gebe kein anderes Modell, um „bundesweit wettbewerbsfähig im Kampf um Neueinstellungen zu sein“, so Haubitz. Der frühere Dresdner Schulleiter hatte Anfang Oktober die Nachfolge von Brunhild Kurth (CDU) angetreten.

Tillich führte den Mangel an Lehrkräften auf verschiedene Ursachen zurück. Das Problem habe sich durch die notwendig gewordenen „Spezialklassen für Flüchtlingskinder“ verschärft, zudem fehlten wegen der Umstellung der Ausbildung Referendare. Außerdem wollten viele Lehrer nicht mehr in Voll-, sondern in Teilzeit arbeiten. „Wir haben aktuell eine Situation, in der sich die Bundesländer die Lehrer gegenseitig wegschnappen“, sagte Tillich der Zeitung: „Darum laufen wir in der ganzen Zeit einer Lösung hinterher.“ Auch die Verbeamtung werde das Problem nicht lösen, betonte der Ministerpräsident. „Sie kann uns aber bei den Einsteigern wettbewerbsfähiger machen“, fügte er hinzu.

Von Johannes Süssmann

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