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Tillich: Stellenabbau bei Siemens in Görlitz nicht nachvollziehbar

Völlig ungerechtfertigt Tillich: Stellenabbau bei Siemens in Görlitz nicht nachvollziehbar

Sachsen hält einen Stellenabbau bei Siemens in Görlitz für völlig ungerechtfertigt. Das wäre ein Schlag Gesicht der Beschäftigten.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

Quelle: dpa

Dresden/ München. Sachsen hält einen Stellenabbau bei Siemens in Görlitz für völlig ungerechtfertigt. „Hier Stellen zu streichen wäre nicht nachvollziehbar. Es sei denn, niedrigere Einkommen und damit deutlich niedrigere Abfindungen an den ostdeutschen Standorten würden das entscheidende Kriterium beim Personalabbau bilden“, sagte Tillich am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. Das wäre ein Schlag Gesicht der Beschäftigten.

Tillich zeigte sich von der neuerlichen Siemens-Ankündigung zu einem massiven Stellenabbau überrascht: „Bisher wurde weder mit der Politik noch mit den Mitarbeitern über Alternativen oder Konzepte für die ostdeutschen Standorte gesprochen.“ Ebenso lasse Siemens offen, auf welcher Grundlage der Stellenabbau erfolgen solle. Der Standort Görlitz sei beispielhaft, seine Produktpalette nahezu konkurrenzlos. Er liefere weltweit, habe volle Auftragsbücher und mache Gewinne.

Siemens hatte am Freitag angekündigt, die Arbeitnehmer in zwei Wochen über den geplanten Stellenabbau zu informieren. „Es stehen massive Veränderungen bevor“, sagte Personalchefin Janina Kugel am Freitag der dpa. Einschnitte müssten sorgfältig durchdacht werden und möglichst sozialverträglich erfolgen. Sobald es einen Plan gebe, werde er mit den Arbeitnehmern im Wirtschaftsausschuss besprochen.

dpa

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