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Mitteldeutschland Thüringer nach Schweigemarsch der AfD in Chemnitz angeklagt
Region Mitteldeutschland Thüringer nach Schweigemarsch der AfD in Chemnitz angeklagt
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15:15 06.09.2018
Symbolfoto Quelle: dpa
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Chemnitz

Auch ein Thüringer ist nach dem Schweigemarsch der AfD in Chemnitz am vergangenen Wochenende angeklagt. Dem 27-Jährigen und einem anderen Angeklagten sollen im beschleunigten Verfahren der Prozess gemacht werden, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Donnerstag mit. Der Thüringer soll gewaltsam versucht haben, die Festnahme eines anderen Demonstranten zu verhindern.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wollten Polizisten diesen festnehmen, weil er einen Kameramann verletzt haben soll. Der 27-Jährige habe versucht, dies zu verhindern, indem er einen Beamten angegriffen habe.

Die zweite Anklage richtet sich gegen einen 33-Jährigen aus Chemnitz, der nach dem Ende des Schweigemarschs einen Hitlergruß gezeigt haben soll, der nach dem Strafgesetzbuch (Paragraf 86a) als „Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ verboten ist. Anschließend habe er sich mit massiver körperlicher Gewalt gegen die Feststellung seiner Personalien gewehrt.

„Sollte das Amtsgericht Chemnitz den Anträgen stattgeben, wird die Hauptverhandlung innerhalb kurzer Frist durchgeführt“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

dpa

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