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Mitteldeutschland Thüringer AfD wirft Abgeordneten aus der Fraktion
Region Mitteldeutschland Thüringer AfD wirft Abgeordneten aus der Fraktion
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23:52 09.09.2015
Siegfried Gentele (63) Quelle: Jens-Ulrich Koch

Grund ist ein Artikel in der Thüringischen Landeszeitung, in dem Gentele Fraktionschef Björn Höcke kritisiert. Höcke fahre lieber durch Deutschland und halte Reden, statt sich um seine Arbeit im Freistaat zu kümmern, wird er zitiert. Die Abstimmung in der Fraktion sei drei zu acht gegen ihn ausgegangen. Damit sitzen nun nur noch zehn Abgeordnete für die AfD im Landtag. In der Fraktion gibt es schon länger Richtungsstreitigkeiten und Kritik an Höcke. Sie teilt sich in ein bürgerlich-liberales und ein national-konservatives Lager, dem auch Höcke zugerechnet wird.

"Kritik ist in dieser Partei in Thüringen anscheinend nicht angebracht", sagte Gentele gestern. Er wolle sein Mandat nun zunächst als fraktionsloser Abgeordneter ausüben, dabei aber innerparteilich gegen seinen Ausschluss vorgehen, sagte Gentele. Er bezeichnete seinen Rauswurf als "typische AfD-Masche", um unbequeme Mitglieder mundtot zu machen. Zusätzlich habe Höcke angekündigt, ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten. Wie aus Fraktionskreisen verlautete, kam der Schritt überraschend. Er sei "geschockt und fassungslos", sagte ein AfD-Mann. "Wenn jemand Kritik übt und die begründen kann, dann ist das ungehörig, so zu reagieren." Es scheine zu den Charaktereigenschaften des Lehrers Höcke zu gehören, schnell zum Tadel zu greifen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.04.2015

Benno Schwinghammer

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