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Mitteldeutschland Telekom legt Glasfasern im Kreis Bautzen
Region Mitteldeutschland Telekom legt Glasfasern im Kreis Bautzen
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16:47 29.03.2018
Glasfasern Quelle: dpa-Zentralbild
Bautzen

Der Kreistag des Landkreises Bautzen hat auf seiner jüngsten Sitzung die Vergabe von 23 Losen in neun so genannten Clustern zum kreisweiten Ausbau des superschnellen Internets einstimmig bestätigt. In acht der neun Cluster erhielt die Deutsche Telekom AG den Zuschlag. Lediglich in einem Los des Clusters 5, welches die Stadt Bischofswerda umfasst, kommt die Energieversorgung Sachsen Ost AG (Enso) zum Zuge. Während die Telekom flächendeckend Glasfaserkabel bis an die zu erschließenden Gebäude heranführt, setzt die Enso in ihrem Teilgebiet auf einen Mix aus verschiedenen Technologien.

„2014 begannen die Planungen für den jetzt beginnenden Breitbandausbau, nachdem erst 2013 das erste landkreisweite Projekt abgeschlossen wurde“, sagte der Leiter des Kreisentwicklungsamtes, Andreas Heinrich. Damals lag die Zielgröße bei heute vorsintflutlich erscheinenden zwei Megabit/Sekunde (Mbs). Mit der jetzt anlaufenden Erschließung werden im Landkreis Bautzen flächendeckend 100 Mbs verfügbar sein, 8000 gewerbliche Nutzer erhalten eine Bandbreite von einem Gigabit je Sekunde.

Vom Ausbau profitieren 60 000 private Hausanschlüsse, die sich in zuvor als unterversorgt (weniger als 30 Mbs) geltenden Gebieten befinden. Eine Änderung der Förderrichtlinie Ende 2017 führte zu einer zwischenzeitlichen Verzögerung, ermöglicht es nunmehr aber, 117 Schulen auch außerhalb der förderfähigen Gebiete zu versorgen.

Anders als bei vielen Bauvorhaben halbierten sich im Zuge der Ausschreibung die Kosten für die Breitbanderschließung nahezu. „Die Schätzung belief sich auf 194 Millionen Euro. Die erste Angebotsrunde ergab ein Volumen von 124 Millionen Euro“, sagte Andreas Heinrich. In weiteren Verhandlungen konnte der Landkreis die Kosten auf 104,5 Millionen Euro drücken. Der Eigenanteil liegt bei 10,8 Millionen Euro, der große Rest wird von Bund und Freistaat gefördert.

Ab April graben die Tiefbauer insgesamt 1500 Kilometer lange Schächte und verlegen 4500 Kilometer Kabel. „Das wird nicht überall nur auf Freude stoßen, da wir auch Straßen aufreißen müssen, an denen erst unlängst gebaut wurde“, so Landrat Michael Harig. Bis Ende 2020 soll das große Werk vollbracht sein.

Der Abschluss der circa 55 000 Einzelverträge stellt laut dem Landrat noch eine weitere große Herausforderung dar. Er appelliert an alle Hausbesitzer, ihre Grundstücke an das Breitbandnetz anschließen zu lassen: „Auch wenn der Eine oder Andere keinen Bedarf sieht, so handelt es sich doch um eine Gelegenheit, die nie mehr wiederkommt. Schließlich übernimmt der Landkreis die Finanzierung zu 100 Prozent. Sich nachträglich anschließen zu lassen, wird in jedem Fall mit Kosten verbunden sein.“

Mehr Infos im Netz: breitband-bautzen.de

Von Uwe Menschner

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