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Mitteldeutschland Studie zeigt: fast jedes dritte Kind in Sachsen ist chronisch krank
Region Mitteldeutschland Studie zeigt: fast jedes dritte Kind in Sachsen ist chronisch krank
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14:30 14.03.2019
Studie zeigt: fast jedes dritte Kind in Sachsen ist chronisch krank. Quelle: dpa
Dresden

Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen: In Sachsen ist fast jedes dritte Kind chronisch krank. Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen. Das hat der neue Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit ergeben, der am Donnerstag in Dresden vorgestellt wurde. Für die repräsentative Studie wurden den Angaben zufolge Behandlungsdaten von rund 15.000 Jungen und Mädchen im Freistaat ausgewertet.

Am häufigsten erkrankt der sächsische Nachwuchs der Studie zufolge an Neurodermitis und Asthma, gefolgt von Heuschnupfen und Entzündungen des Magen-Darm-Traktes. „Das sind Erkrankungen, die eine bedeutende Beeinträchtigung des Alltags für Kinder und Eltern mit sich bringen können“, sagte Christine Enenkel, Leiterin der DAK-Landesvertretung Sachsen.

Chronische Leiden sind bei sächsischen Kindern zudem häufiger als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür seien die Erkrankungen Neurodermitis (plus 48 Prozent) und Heuschnupfen (plus 34 Prozent). Depressionen werden im Freistaat dagegen seltener festgestellt als im bundesweiten Schnitt (minus 13 Prozent).

Laut der Studie sind neun von zehn Mädchen und Jungen mindestens einmal im Jahr beim Arzt oder im Krankenhaus. Bereits Schulkinder würden unter krankhaftem Übergewicht und Rückenschmerzen leiden. Ab dem zwölften Lebensjahr seien sieben Prozent aller Kinder von Muskel-Skelett-Problemen betroffen, sagte Enenkel. Insgesamt gebe es zwischen Stadt- und Landkindern große Unterschiede.

Im Auftrag der DAK-Gesundheit untersuchte die Universität Bielefeld die Gesundheits- und Versorgungssituation von Mädchen und Jungen in Sachsen. Die Studie basiert auf Abrechnungsdaten aus dem Jahr 2016. Ausgewertet wurden 14 verschiedene Erkrankungen, die potenziell einen chronischen Verlauf nehmen können.

Atemwegserkrankungen stehen insgesamt auf Platz eins der häufigsten Erkrankungsarten im Kindesalter. Mehr als die Hälfte (61,8 Prozent) aller Mädchen und Jungen in Sachsen leidet den Angaben zufolge mindestens einmal pro Jahr unter einem grippalen Infekt oder einer akuten Bronchitis. Danach folgen in der Häufigkeit Infektionskrankheiten, Hauterkrankungen und Augenerkrankungen.

epd

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