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Mitteldeutschland Studie: Mehr psychische Erkrankungen unter jungen Erwachsenen
Region Mitteldeutschland Studie: Mehr psychische Erkrankungen unter jungen Erwachsenen
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17:53 24.04.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Dresden

Psychische Erkrankungen breiten sich in Sachsen aus. Depressionen, Angststörungen und Panikattacken nehmen auch unter den vermeintlich gesünderen jungen Erwachsenen zu, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten jüngsten Arztreport der Barmer hervorgeht. Danach sind über 73 000 junge Erwachsene in Sachsen - jeder vierte 18- bis 25-Jährige - betroffen, darunter auch rund 10 300 Studierende. „Zeit- und Leistungsdruck sowie Sorgen um die berufliche und finanzielle Zukunft hinterlassen deutliche Spuren“, sagte der Landesgeschäftsführer der Krankenkasse, Fabian Magerl.

Mit einem Anteil von rund 26,7 Prozent liegt Sachsen knapp über dem Bundesdurchschnitt. Bei rund 24 000 jungen Erwachsenen wurden unklare körperliche Beschwerden festgestellt, bei 21 000 Gemütsveränderungen bis zur Depression. Laut dem Arztreport haben Studierende mit 18 Jahren nur ein halb so hohes Risiko wie Nicht-Studierende, zwischen 29 und 30 ist es dann umgekehrt. „Mit jedem Semester steigt die Sorge um den Arbeitsplatz und die berufliche Zukunft“, sagte Magerl.

Aus Sicht der Barmer braucht es mehr niederschwellige Angebote, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen oder frühzeitig zu behandeln. Da könnten Online-Angebote die Hemmschwelle vor dem Arzt senken helfen, sie seien anonym und kämen der Generation Smartphone entgegen. Und es brauche geschulte Experten an Universitäten, Hoch- und Berufsschulen.

dpa

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