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Statnik will wieder als Domowina-Vorsitzender kandidieren

Bund Lausitzer Sorben Statnik will wieder als Domowina-Vorsitzender kandidieren

David Statnik steht für frischen Wind und die neue Generation der Domowina. Seit sechs Jahren ist der 33-Jährige Vorsitzender des sorbischen Dachverbands. Seitdem ist nicht nur die Zahl der Mitglieder auf knapp 7400 gestiegen, auch viele junge Leute haben zum Bund Lausitzer Sorben gefunden.

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Richard Statnik

Quelle: dpa

Hoyerswerda. David Statnik steht für frischen Wind und die neue Generation der Domowina. Seit sechs Jahren ist der 33-Jährige Vorsitzender des sorbischen Dachverbands. Seitdem ist nicht nur die Zahl der Mitglieder auf knapp 7400 gestiegen, auch viele junge Leute haben zum Bund Lausitzer Sorben gefunden.

Am 25. März will der Sorbe bei der Hauptversammlung in Hoyerswerda erneut für den Vorstand kandidieren. Schließlich sieht er längst nicht alle Aufgaben für die kleinste slawische Minderheit angepackt. „In Zukunft müssen wir noch mehr Bildung und Sprache in den Fokus unserer Arbeit rücken“, sagte er am Donnerstag in Bautzen.

Denn Lehrermangel und geburtenstarke Jahrgänge machen sich auch in sorbischen Siedlungsgebiet bemerkbar. Deshalb haben die Domowina mit ihrem Mitgliedsverband, dem Sorbischen Schulverein, jüngst Stellung zur Novellierung des sächsischen Schulgesetzes genommen. Eine Forderung lautet, dass in der neuen Richtlinie ein Anhörungsrecht für die sorbischen Interessensvertreter gesetzlich verankert wird, wenn es um Belange sorbischer Schule geht. Auch bei der Schulnetzplanung der Kreise wollen sie ein Wort mitreden, damit sorbischen Schulen künftig nicht dem Rotstift zum Opfer fallen. 

Parallel wirbt der sorbische Schulverein bereits Lehrernachwuchs bei sorbischen Gymnasiasten wie Quereinsteigern. „Zudem finanziert die tschechische Staatsregierung pro Schuljahr eine Lehrerstelle in der Lausitz. Dieses Programm wird fortgeführt“, sagte Statnik. Nach Schätzungen des Schulvereins werden bis 2022 mehr als 70 sorbischsprachige Lehrer in der Ober- und Niederlausitz die Schule aus Altersgründen verlassen. Derzeit lernen gut 4000 Schüler in sorbischen Klassen in Sachsen und Brandenburg, Tendenz leicht steigend. 

Deshalb will die Domowina weiter Ideen und Partner für den Erhalt der sorbischen Sprache suchen. Der größte sorbischer Dachverband vertritt die Interessen der Minderheit und ist Ansprechpartner für die Politik. Neue Impulse wünscht sich Statnik auch aus den eigenen, neu zu wählenden Gremien. „Wir haben 30 Mandate zu besetzen. Es gibt viele junge Kandidaten für die Ämter, die frischen Wind für unseren mehr als 100 Jahre alten Verein mitbringen“, sagte er.

Bei der Hauptversammlung werden die 200 Delegierten aus der Ober- und Niederlausitz neben dem neuen Vorsitzenden unter anderem auch den Bundesvorstand wählen. In Sachsen und Brandenburg leben rund 60000 Sorben beziehungsweise Wenden.   

dpa

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