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Städte machen sich „frühlingsschön“

Aufruf zum Putzen Städte machen sich „frühlingsschön“

Müll sammeln, Wege fegen, Beete bepflanzen: In Sachsen wird in den kommenden Wochen aufgeräumt. Hunderte Freiwillige sind aufgerufen, Uferwiesen und Parks, Spielplätze und Straßen, Bänke und Wälder vom Dreck zu säubern und zum Strahlen zu bringen.

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Quelle: dpa

Dresden. Müll sammeln, Wege fegen, Beete bepflanzen: In Sachsen wird in den kommenden Wochen aufgeräumt. Hunderte Freiwillige sind aufgerufen, Uferwiesen und Parks, Spielplätze und Straßen, Bänke und Wälder vom Dreck zu säubern und zum Strahlen zu bringen. Dabei setzen Städte, Behörden und Vereine auch auf die Bürgerschaft, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Leipzig, Chemnitz, Dresden oder Freiberg haben längst den „Frühjahrsputz“ ausgerufen, mit der Beseitigung der Winterschäden auf den Straßen begonnen und Pflänzchen geordert.

„Gerade nach dem Winter, wo unschöne Ecken wieder auftauchen, braucht es das Mittun von Vereinen, Schulen und Bürgern“, sagte Roman Greim von Verein City Management Dresden. „Gemeinsam reinigen wir unsere Stadt und bringen sie wieder richtig zum Glänzen“, heißt es im Aufruf für die am 1. April beginnende Aktionswoche „Sauber ist schöner“. Höhepunkt: die Elbwiesenreinigung. Dabei werden entlang des Flusses Unrat und Schwemmgut eingesammelt. 2016 füllten etwa 1200 Beteiligte etwa 2300 Müllsäcke.

Das Straßenbauamt ringt unterdessen mit der Schlaglochflut auf mehr als 200 Abschnitten im Stadtgebiet. „Die Schäden sind weit höher als im letzten Winter“, sagte Leiter Reinhard Koettnitz. Bei rund 60 Prozent müsse flächenhaft geflickt oder der Belag erneuert werden. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass eine Million Euro nicht ausreichen und noch einmal die gleiche Summe für die Reparaturen nötig ist.

In Chemnitz geht es am 25. März los mit dem Frühjahrsputz. Bürger, Vereine, Unternehmen, Initiativen, Schulen und Kitas sind zum Mitmachen aufgerufen, auch der Umweltbürgermeister werde „den Besen schwingen“, sagte eine Rathaussprecherin. Die Gärtner bringen rund 14 100 Stiefmütterchen, Tausendschönchen und Vergissmeinnicht in die Erde. Die bunte Pracht lässt sich die Stadt gut 4000 Euro kosten. Sie saniert zudem Parkanlagen, erneuert Wege und eröffnet Spielplätze sowie eine neue Fontäne im Schlossteich.

Auch in Görlitz lässt die Stadtverwaltung 17 000 Stiefmütterchen, Hornveilchen, Anemonen, Goldlack und Tausendschön zu den etwa 7000 im Herbst gesteckten Blumenzwiebeln pflanzen. Für insgesamt 10 000 Euro kommt damit Farbe ins Stadtbild: zartgelb, lavendel, rot und orange. Rund 150 000 Euro wurden nach Angaben aus dem Rathaus investiert, um drei Spielplätze in Schuss zu bringen - mit Baumhaus, Sandschiff, Seilbahn, Kletterkürbis oder Steetball-Anlage.

„Leipzig putzt sich raus. Machen Sie mit!“ heißt es auch in der Messestadt. Bürger, Hausgemeinschaft, Verein, Firma oder Schule sind aufgerufen, am 18. März aktiv zu werden. Frühjahrsputz habe einen „hohen Stellenwert“, sagte ein Rathaussprecher. 2016 räumten rund 1500 Menschen Stadtviertel, Schulbereiche, Kitas, Parks oder auf Spielplätzen auf. Auch Gewässer wie der Karl-Heine-Kanal werden dabei von Anglern gereinigt, Kleingärtner putzen Parzellen und Sparten. 2016 ließ sich die Stadt den Frühjahrsputz gut 23 000 Euro kosten.

Für ein „Sauberes Freiberg“ setzt indes die Verwaltung der einstigen Bergbaustadt am 8. April vornehmlich auf viele flinke Hände gegen den Herbst- und Winterdreck. Dabei bestimmen die Bürger, welches Viertel es besonders nötig hat. Diesmal ist es der Bereich am Mühlteich. „Da hat sich Einiges angesammelt“, sagte ein Rathaussprecher. Im vergangenen Jahr trugen 130 Bürger 15 Kubikmeter Laub und Abfall zusammen. Auch nach der 14. Aktion soll Freiberg „frühlingsschön“ sein.

dpa

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