Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Stabsübergabe im Kultusministerium
Region Mitteldeutschland Stabsübergabe im Kultusministerium
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:18 23.10.2017
Der neue Kultusminister Frank Haubitz Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

Frank Haubitz ist neuer Kultusminister Sachsens. Der 59-jährige bisherige Leiter des sächsischen Philologenverbands erhielt am Montag in Dresden vom scheidenden Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) seine Ernennungsurkunde. Zugleich verabschiedete Tillich Haubitz' Vorgängerin Brunhild Kurth (CDU) aus dem Amt. Sie hatte eine Woche nach der Bundestagswahl aus privaten Gründen ihren Rücktritt eingereicht. Kurth stand dem Ministerium seit 2012 vor. Wie sie steht auch ihr Nachfolger vor großen Herausforderungen. Lehrermangel, Unterrichtsausfall und mancherorts auch eine marode Bausubstanz sind gravierende Probleme in sächsischen Schulen.

Tillich hatte am Mittwoch angekündigt, seine Regierungs- und Parteiämter im Dezember abzugeben. Er zog damit die Konsequenz aus dem Bundestagswahldebakel, bei dem die AfD am 24. September in Sachsen mit 27,0 Prozent vor der seit der Wende regierenden CDU stärkste politische Kraft geworden war.

Frank Haubitz

Haubitz arbeitete bis dato als Schulleiter an einem Dresdner Gymnasium und führte zudem den sächsischen Philologenverband. Von Haus aus ist Haubitz ein ausgebildeter Diplomlehrer für Mathematik und Geografie. Seit 34 Jahren arbeitet er in seinem Beruf. Nach seinem Pädagogikstudium an der Pädagogischen Hochschule Dresden unterrichtete er zu DDR-Zeiten an einer Polytechnischen Oberschule in Dresden und leitete diese nach der Wende noch bis 1993. Seitdem war der verheiratete Vater eines Kindes als Schulleiter des Gymnasiums Dresden-Klotzsche tätig.

Zu seiner ersten Pressekonferenz erschien Haubitz in der vergangenen Woche ganz leger - und entschuldigte sich sogleich dafür. Denn bevor er sich den Fragen der Journalisten stellte, hatte er an seinem Gymnasium vertretungsweise Sportunterricht geben müssen. Später räumte er ein, dass ihm der Abschied von seinem alten Job schwerfällt: „Man geht nicht so einfach von einer Schule, wo man 27 Jahre war. Meine Schüler werden mir am meisten fehlen.“

Dennoch habe er keine Sekunde gezögert, als er das Angebot für den Posten des Kultusministers erhielt. Er wolle gestalten und etwas bewegen für das Land, sagte Haubitz. Der Parteilose will dabei an die Arbeit seiner Vorgängerin Brunhild Kurth (CDU) anknüpfen, die das Amt aus privaten Gründen abgab. In einem Punkt legte sich Haubitz bereits fest: Für ein längeres gemeinsames Lernen der Schüler über Klasse 4 hinaus kann er sich nicht erwärmen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sachsens Hochschulen erhalten finanzielle Hilfe beim Beantragen von Fördermitteln der EU. Das Land stelle eine Million Euro dafür bereit, teilte das Ministerium für Wissenschaft am Montag in Dresden mit.

23.10.2017

Mit Festgottesdiensten, Konzerten und anderen Veranstaltungen feiern die evangelischen Kirchengemeinden in Sachsen das 500. Jubiläum der Reformation. Die Predigt werde Landesbischof Carsten Rentzing am 31. Oktober im Dom zu Meißen halten.

23.10.2017

Der Sächsische Lehrerverband hat Mängel bei der Qualifizierung von pädagogischen Seiteneinsteigern an den Schulen angeprangert. Vor allem bei den Grundschullehrern sieht der Verband Probleme.

23.10.2017
Anzeige