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Mitteldeutschland Sommerferien in Sachsen - Zu wenige schöne Tage fürs Freibad
Region Mitteldeutschland Sommerferien in Sachsen - Zu wenige schöne Tage fürs Freibad
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15:01 13.08.2016
Immer wieder dunkle Wolken und auch Regen haben während der Schulferien das Badevergnügen bei Kindern und Erwachsenen in den Freibädern Sachsens getrübt. Quelle: dpa
Dresden

Immer wieder dunkle Wolken und auch Regen haben während der Schulferien das Badevergnügen bei Kindern und Erwachsenen in den Freibädern Sachsens getrübt. Odt herrschte dort Ebbe bei Besuchern, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Profitiert haben vor allem Museen, aber auch Kulturveranstalter.

„Es braucht zwei oder drei schöne Tage, ehe die Menschen ins Freibad strömen“, sagt die Sprecherin der Leipziger Sportbäder, Katja Gläß. Das gab es in den vergangenen Wochen nicht oft. Während der Sommerferien sind laut Gläß etwa 102 500 Gäste in die fünf Freibäder der Stadt sowie das Kinderbecken „Robbe“ gekommen.

Das sei zwar nicht „unbedingt schlecht“. Aber: „Zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr waren es 30 000 mehr.“ Bester Tag war der 20. Juli mit 8818 Badelustigen. „Das zeigt, dass die Leipziger Lust auf Freibad haben“, sagt Gläß. Jetzt hoffe sie „auf steigende Temperaturen und ein paar schöne Spätsommertage“.

In die elf Dresdner Freibäder kamen bis Ende Juli 180 000 Besucher, 50 000 weniger als im Vorjahr. „Wir sind nun einmal vom Wetter abhängig“, sagt Bäder-Sprecherin Dörte Gregor. „2015 hatten wir einen heißen und langen Sommer.“ Da seien die Zahlen natürlich ganz andere.

Die Menschen zog es unter anderem in den Freizeit- und Vergnügungspark Belantis im Leipziger Süden mit Achterbahn und Pharaonen-Pyramide. „Wir hatten deutlich mehr Gäste als in den Jahren zuvor“, resümiert Geschäftsführer Erwin Linnenbach. „Der Juli 2016 war der beste Juli seit der Eröffnung 2003.“

Es sei zwar vor allem im Juli kühl und regnerisch gewesen, klagt Michael Claus, Veranstalter der Chemnitzer Filmnächte auf dem Theaterplatz vor der Oper. Aber Filme wie „Der geilste Tag“ oder „Frühstück bei Monsieur Henri“, die „European Outdoor Film Tour“ und das Konzert der Band Karussell seien dennoch ausverkauft gewesen. Seit dem 29. Juni seien rund 9000 Besucher gekommen. „Wir hoffen auf besseres Wetter im August.“

Vor allem in den letzten Ferienwochen verzeichneten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein deutliches Plus. „Da registrierten wir unter anderem in der Gemäldegalerie Alte Meister an manchen Tagen bis zu 2000 Besucher“, berichtet der kaufmännischer Direktor Dirk Burghardt. An Regentagen kämen deutlich mehr Besucher in die 14 Museen der Kunstsammlungen. Dennoch: „Insgesamt blieben die Besucherzahlen in diesem Sommer bislang hinter unseren Erwartungen“, sagt Burghardt enttäuscht.

Im Industriemuseum in Chemnitz lockt eine Sonderausstellung zum Fahrrad. Von den 5170 Museumsbesuchern während der Sommerferien waren mehr als 1500 Kinder. Viele hätten auf dem Fahrradparcours verschiedene Radtypen vom Hochrad bis zu Artistikrädern ausprobiert, heißt es.

Ins Chemnitzer Naturkundemuseum kamen im Juni und Juli 4447 Besucher - 582 mehr als im gleichen Zeitraum 2015. Vor allem die tägliche Hai-Fütterung sei sehr beliebt, heißt es. Dann erhalten die zwei etwa ein Meter langen Bambushaie in einem Aquarium - Teil einer Sonderausstellung zu Thema Hai - ihre Nahrung.

In Leipzig verzeichneten sowohl das Grassi-Museum als auch das Museum der bildenden Künste nach eigenen Angaben mehr Besucher als im Vorjahr.

Gut gelaufen ist es bis jetzt beim 23. Mittelsächsischen Kultursommer. „Wir hatten oft großes Glück mit dem Wetter“, sagt Geschäftsführer Olaf Hanemann in Hainichen (Mittelsachsen). Er sei zufrieden. Die 3100 Besucher beim Fest „Burg der Märchen“ auf Burg Kriebstein seien neuer Rekord gewesen. Etwa 2000 kamen zum Sängertreffen mit mehr als 20 Chören und fast 500 Sängern in den Schlosspark Lichtenwalde - auch ein Rekord.

dpa

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