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Mitteldeutschland So unterscheiden sich Studenten in Leipzig und Dresden
Region Mitteldeutschland So unterscheiden sich Studenten in Leipzig und Dresden
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11:01 08.04.2019
Studierende im Innenhof der Leipziger Universität. Laut Studie des Studentenwerks haben sie im Schnitt etwas mehr Geld im Monat zur Verfügung als die Dresdner Studenten. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

In der vergangenen Woche hat an Sachsens Hochschulen das Sommersemester begonnen. Pünktlich zum Start in die quasi Rückrunde des Studienjahres 2018/2019 gibt es auch neue demographische Daten zu den etwa 109.000 Studierenden im Freistaat. Und die offenbaren kleine, aber feine Unterschiede zwischen den Hochschulstädten.

Wer in Leipzig an einer der insgesamt sieben Hochschulen studiert, hat beispielsweise im Schnitt pro Monat etwas mehr Geld zur Verfügung als Studierende in Dresden, Zittau und Görlitz. Dennoch müssen die Messestädter weniger für Miete ausgeben, sparen im Schnitt auch bei Gesundheitsvorsorge und Kleidung mehr. So bleiben letztlich ein paar Euro zusätzlich für die etwas üppigere Freizeitgestaltung in der Messestadt übrig. Zudem nutzen die Leipziger deutlich häufiger ihr Fahrrad als Fortbewegungsmittel, während die Dresdner ihrerseits lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Landeshauptstadt unterwegs sind.

Umfragen zeigen viele Gemeinsamkeiten

Gewonnen haben diese Erkenntnisse die Studentenwerke der sächsischen Hochschulstädte durch Auswertung der 21. Sozialstudie ihres Dachverbandes. Seit 1981 werden für diese Betrachtungen in regelmäßigen Abständen Tausende Studenten im ganzen Land befragt. Im aktuellen Fall gaben 60.000 von ihnen bundesweit bereitwillig über ihre Lebenssituation Auskunft. Gut 2000 von den Befragten kamen aus dem Freistaat und bilden nun die Grundlage für die Regionalauswertung.

Auch wenn es im Detail tatsächlich kleine Unterschiede zwischen den Lernenden an den Hochschulen in Leipzig, Dresden, Zittau und Görlitz gibt, überwiegen doch die Gemeinsamkeiten – vor allem im Vergleich zur sonstigen Situation im Bundesgebiet. Zum Beispiel essen sächsische Studenten häufig und regelmäßig in ihren Mensen, sie sind öfter als westdeutsche Pendants auf finanzielle Unterstützung durch BAföG angewiesen und sie nehmen die Beratungsangebote ihrer Studentenwerke vielfach dankend an.

Unterstützung der Studenten ist notwendig

„Deshalb ist es unabdingbar, dass in die soziale Infrastruktur der Studentenwerke, wie Mensen und Wohnheime, investiert wird, um diese Chancengerechtigkeit zu fördern“, sagte Anja Schönherr, Sprecherin der sächsischen Studentenwerke, bei der Vorstellung der Daten. Sie freue sich entsprechend, dass der Freistaat im aktuellen Doppelhaushalt für 2019/2020 auch deutlich mehr Geld für die Studentenwerke bereitgestellt habe.

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Insgesamt gibt es im Freistaat sechs Universitäten, sechs Kunsthochschulen und 14 Fachhochschulen. Die Gesamtzahl der Studierenden betrug zum Start des Wintersemesters 2018 108.858 Frauen und Männer. Im Vergleich zum Vorjahr waren das erneut wieder etwas weniger Lernende als im Vorjahr, aber zumindest bei den Studienanfängern bleiben die Zahlen konstant (20.275). Die beiden größten Universitäten - die TU in Dresden und die Uni in Leipzig - haben allein jeweils 30.000 Studierende. Die TU Dresden, die TU Chemnitz, die HTWK Leipzig und die Westsächsische Hochschule Zwickau konnten 2018 leicht mehr Studierende immatrikulieren als im Vorjahr. Bei den anderen Hochschulen sind die Erstsemesterzahlen nahezu konstant, hieß es am Montag aus dem Statistischen Landesamt.

„Die gute Qualität unserer Hochschulen spricht sich herum. Trotz anhaltenden Bevölkerungsrückgangs und dem damit verbundenen Rückgang der Abiturientenzahlen in Sachsen bleiben die Studienanfängerzahlen konstant", freute sich Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Über 20 Prozent der Studierenden kämmen inzwischen aus anderen Bundesländern und fast ein Viertel der Studierenden aus dem Ausland. "Unsere Hochschulen haben bundesweit einen sehr guten Ruf“, so Stange weiter.

Weitere statistische Daten und Analysen aus Sachsen und den Bundesländern unter www.lvz.de/fakten.

Von Matthias Puppe

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