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Mitteldeutschland Ski und Rodel weg – besonders oft in Städten
Region Mitteldeutschland Ski und Rodel weg – besonders oft in Städten
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11:52 03.02.2018
Wenn das Winterwetter an diesem Wochenende beginnt und die russische Kältepeitsche zuschlägt, freuen sich auch die Diebe. Quelle: dpa
Dresden

Wenn das Winterwetter an diesem Wochenende beginnt und die russische Kältepeitsche zuschlägt, freuen sich auch die Diebe. Neue Ski und Snowboards sind besonders begehrt, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Freitag mit. Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl derartiger Diebstähle um knapp ein Fünftel (44 Fälle) im Vergleich zu 2016. Im Polizeilichen Auskunftssystem Sachsen (PASS) wurden insgesamt 286 entwendete Ski, Schlitten oder Snowboards erfasst.

Paradox: Fast 90 Prozent der Taten wurden in den kreisfreien Städten Dresden, Leipzig und Chemnitz begangen. Vor allem Wohnungskeller, Garagen und Autos waren betroffen, sodass die Polizei eher von Zufallsfunden als von zielgerichteten Diebstählen ausgeht.

Anders bei den restlichen zehn Prozent, die vor allem auf den Erzgebirgskreis, den Vogtlandkreis und den Landkreis Görlitz entfielen. 80 Prozent davon allein auf die Gemeinde Oberwiesenthal am Fichtelberg. In einem Großteil der Taten wurden Wintersportgeräte im Freien oder auch aus den Skikellern von Hotels und Pensionen gezielt entwendet. Deutlich sicherer waren die Wintersporturlauber in den anderen sächsischen Skigebieten, wie zum Beispiel Klingenthal, Altenberg und auch in Schöneck.

Nur reichlich jede zehnte Straftat konnte im vergangenen Jahr von der Kriminalpolizei aufgeklärt werden. Dabei wurden 13 männliche und drei weibliche Tatverdächtige ermittelt. Sie kamen überwiegend aus Deutschland (14) sowie aus Tschechien (3). Das LKA rät Ski-Urlaubern, von hochwertigen Sportgeräten Fotos zu machen und sich Serien- oder Herstellernummer der Ski samt Bindung zu notieren. An Hütten sollten die Ski nie paarweise, sondern gemischt geparkt werden.

Von Roland Herold

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