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Mitteldeutschland Siebener-Kombinationen machen Juli zum Hochzeitsmonat in Sachsen
Region Mitteldeutschland Siebener-Kombinationen machen Juli zum Hochzeitsmonat in Sachsen
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10:56 19.07.2017
Auch für nächstes Jahr rechnen die Standesämter mit größerer Nachfrage: nach dem 8.8.18 und 18.8.18. Quelle: dpa
Dresden

1-7-17, 7-7-17, 17-7-17: Drei Zahlenkombinationen im Datum machen den Juli 2017 zum Hochzeitsmonat. Mancherorts in Sachsen mussten Standesbeamte außerplanmäßig trauen, Paare gaben sich im Stundentakt das Ja-Wort, wie die Deutsche Presse-Agentur in den Städten erfuhr. Viele dieser Termine zur Eheschließung waren schon im Vorfeld ausgebucht, teils wurde darüber hinaus getraut. „Bei den speziellen Daten gibt es ein höheres Interesse als sonst“, hieß es aus den Standesämtern. Das zeichnet sich auch für 2018 ab.

In der Landeshauptstadt schlossen am 7. Juli fast doppelt so viele Paare den Bund fürs Leben wie sonst an einem Freitag. Nach Angaben aus dem Rathaus wurden 26 Paare getraut - zehn mehr als üblich. Und am 17. Juli machten die Standesbeamten eine Ausnahme. „Montags wird eigentlich nicht getraut“, sagte eine Sprecherin. Drei Kolleginnen vermählten trotzdem je fünf Liebespaare - im Stundentakt. „Alle Termine waren vorher ausgebucht.“ Der 1. Juli indes blieb mit 27 Trauungen im normalen Rahmen für einen Samstag.

Auch in Zwickau war die Anfrage größer als an „normalen“ Tagen. Am 1. und am 7. Juli wurden je sechs Ehen geschlossen, am 17. Juli machte das Standesamt sogar eine Ausnahme und traute ein Brautpaar am späten Nachmittag. Dafür blieben zwei Kolleginnen länger als sonst. „Der Montag ist nicht besonders beliebt, wer heiratet schon unter der Woche“, sagte eine Rathaussprecherin.

Für die Chemnitzer Standesbeamten waren der 1. Juli mit 14 und der 7. Juli mit 17 Eheschließungen relativ normale Hochzeitstage im Sommer. Am 17. Juli indes wurde zusätzlich getraut. Auch in Görlitz wurden die beiden ersten Termine rege genutzt. 17-7-17 indes steht bei nur zwei Ehepaaren und einer Lebenspartnerschaft auf der Urkunde. In Plauen dagegen waren zwar alle Termine am 7. und 17. Juli ein Jahr im voraus ausgebucht, aber nicht mal die Hälfte kam - zehn Paare hatten es sich wohl anders überlegt.

Die Leipziger verzeichneten weitgehend Normalität. „Die Kombinationen zogen diesmal nicht“, hieß es aus dem Standesamt von Sachsens größter Stadt. Auch für das nächste Jahr sieht es eher schlecht aus, obwohl es bereits vereinzelt Anfragen gibt. „Aber der 8.8. ist ein Sonntag und der 18.8. ein Mittwoch und kein typischer Tag für das Ja-Wort“, sagte eine Sprecherin. „Jede in irgendeiner Weise als würdig befundene Zahlenkonstellation wird gern genutzt, wenn sie in der Öffentlichkeit genügend Beachtung erfährt“, meinte der Chef des Dresdner Standesamtes, Frank Neubert. Er hält es eher mit Autorin Jane Austen: „Glück in der Ehe ist allein eine Sache des Zufalls.“

dpa

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