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Mitteldeutschland Überschwemmungen nach Unwettern im Vogtland
Region Mitteldeutschland Überschwemmungen nach Unwettern im Vogtland
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09:21 25.05.2018
Im Vogtland wurden zahlreiche Straßen überflutet. Quelle: dpa
Plauen

Das große Aufräumen nach dem schweren Unwetter im Vogtland ist am Freitagmorgen in vollem Gang. Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk sind weiter im Dauereinsatz, Autofahrer und Bahnreisende müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Einige Menschen hätten erst am Morgen bemerkt, dass ihre Keller vollgelaufen sind, teilte die Feuerwehr mit. Die Einsätze werden den ganzen Tag über andauern. Auch am Freitag erwarten die Meteorologen wieder vereinzelt Gewitter und Starkregen in der Region. Es soll allerdings weniger heftig sein als zuvor, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig.

Ein heftiges Unwetter hatte am Donnerstag das Vogtland im Bereich des Elstertales erschüttert. Schlamm und Geröll waren von angrenzenden Feldern auf die Fahrbahnen gespült worden, sie standen zum Teil einen Meter unter Wasser, wie das Lagezentrum berichtete. In der Nacht zu Freitag hatte es weitergeregnet, allerdings ließ der Regen nach.

Zwei Bundesstraßen und sechs Kreisstraßen sind am Freitag wegen der Überschwemmungen gesperrt. In der Gemeinde Adorf seien ebenfalls einige Straßen gesperrt, so die Feuerwehr. Erst nach dem Nachlassen der Überschwemmungen könne der Zustand der Straßen beurteilt werden und eine Entscheidung fallen, ob diese wieder freigegeben werden können. Die Sperrung der Vogtlandbahn soll nach Angaben der zuständigen Länderbahn in Dresden voraussichtlich bis Freitagmittag dauern. Die Schadensbeseitigung laufe.

Die Feuerwehr berichtete am Morgen außerdem von einzelnen leichtverletzten Menschen. Einige Hausbewohner sind zum Beispiel umgeknickt, als sie versuchten, Wasser aus den vollgelaufenen Kellern zu pumpen, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Polizei teilte bereits in der Nacht mit, dass ein Mann in Oberhermsgrün nach einem Blitzeinschlag einen Stromschlag erlitten hatte. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, war aber nicht lebensgefährlich verletzt.

In und um die Gemeinden Adorf, Bad Elster und Oelsnitz sprach die die Feuerwehr am frühen Freitagmorgen von mehr als 250 Einsätzen seit Donnerstagnachmittag. Zusätzlich gebe es bei den Einsatzmaßnahmen vor Ort immer wieder Hinweise von Bürgern, deren Keller ebenfalls vollgelaufen sind.

LVZ

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