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Sanierung von Schulhäusern füllt Auftragsbücher

Handwerksbetriebe profitieren Sanierung von Schulhäusern füllt Auftragsbücher

Mit Ferienbeginn Ende Juni weicht an vielen sächsischen Schulen die Unterrichtsatmosphäre Klopfen, Hämmern und Bohren. Bauleuten erneuern Fassaden, Brandschutz, Wärmedämmung oder Sanitäranlagen. Die Handwerksbetriebe profitieren von diesen Investitionen.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Dresden. Mit Ferienbeginn Ende Juni weicht an vielen sächsischen Schulen die Unterrichtsatmosphäre Klopfen, Hämmern und Bohren. Bauleuten nutzen die Pause und erneuern Fassaden, Brandschutz, Wärmedämmung oder Sanitäranlagen. Trotz aktuell gut gefüllter Bücher sind diese Aufträge für viele Handwerksbetriebe weiter wichtig, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Betrieben und den Kammern ergab.

Die Investitionen der Kommunen in den Schulhausbau sind laut Statistischem Landesamt 2015 allerdings auf etwa 204,1 Millionen Euro zurückgegangen. Das entspricht etwa dem Stand von 2013. 2010 waren es noch 377,9 Millionen Euro, 2014 rund 239 Millionen Euro.

In Chemnitz etwa werden unter anderem an der Albert-Schweitzer-Oberschule in zwei Klassenräumen Fußböden ausgetauscht. Der Zugang für die Obere Luisenschule wird ab Juni bis April 2018 für fast eine halbe Million Euro barrierefrei gestaltet. Auf der Hofseite wird dazu ein Aufzug angebaut. Auch die Untere Luisenschule wird damit ausgestattet. Im Kellergeschoss ist zudem eine behindertengerechte Toilette geplant. Die Gesamtkosten liegen bei 604 000 Euro.

Die Oberschule an der Arno-Schreiter-Straße wird von
Juli 2017 an saniert. Für rund 1,7 Millionen Euro werden bis Januar die Fassaden, Sanitäranlagen und elektrische Leitungen erneuert, das Gebäude erhält Wärmedämmung sowie neue Türen und Fenster. Das Bauwerk wird trockengelegt. Es erhält Aufzug, Rampe sowie eine behindertengerechte Toilette. Zudem werden für rund 1,85 Millionen Euro die beiden Turnhallen saniert.

Schon seit den 1990er Jahren beteiligt sich der MFC – Modell- und Formenbau Chemnitz an der Sanierung von Schulgebäuden in Chemnitz sowie in Zwickau und Umgebung. Vor allem während der Ferienzeit kommen die Arbeiter kaum hinterher. „Da müssen wir viel bewältigen“, berichtet Geschäftsführer Matthias Bleyer.

Das 1915 gegründete Unternehmen mit aktuell mehr als 35 Mitarbeitern ist zwar vor allem in der Kunststoff- und Metallbranche unterwegs, hat aber auch - als zusätzliches Standbein - eine Truppe, die sich auf Trocken- und Akustikbau versteht. Diese erwirtschaftet nach Firmenangaben etwa 40 Prozent des Umsatzes. Die Aufträge der öffentlichen Hand wie die Sanierung von Schulhäusern seien für das Unternehmen wichtig, erläutert Bleyer. „Das ist ein formidabler Auftraggeber.“ Um die Aufträge gebe es einen „extremen Wettbewerb“. „Es ist enorm hart.“

In Leipzig werden laut Kammer etwa drei Viertel der Schulsanierung von Handwerksbetrieben erledigt. Mehr als jeder zweite von ihnen habe den Sitz in der Messestadt, heißt es.

„Aufträge der öffentlichen Hand sind für das Handwerk in Ostsachsen selbstverständlich wichtig“, sagt die Sprecherin der Handwerkskammer Dresden, Carolin Schneider. Viele Betriebe seien im Bau- und Ausbaugewerk tätig. „Dabei sind natürlich nicht nur Neubauten, sondern auch Sanierung und Instandsetzung Teil des Auftragsspektrums.“

Besondere Effekte durch Schulsanierungen während der Sommerferien sind laut dem Sprecher der Handwerkskammer Chemnitz, Robert Schimke, dennoch nicht zu erwarten. Denn: „Die Bau- und Ausbaugewerke sind in einem konjunkturellen Hoch. Die Nachfrage kommt gleichermaßen und übers gesamte Jahr verteilt von gewerblichen, öffentlichen und privaten Auftraggebern.“ Zudem stünden Schulsanierungen nach aufwendigen Ausschreibungsverfahren schon lange in den Auftragsbüchern der Handwerksbetriebe.

dpa

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