Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Sächsische Wirtschaft kündigt Kampagne gegen Fremdenhass an
Region Mitteldeutschland Sächsische Wirtschaft kündigt Kampagne gegen Fremdenhass an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:10 27.06.2016
Sachsens Wirtschaft will der fremdenfeindlichen Stimmung im Freistaat mit einer Kampagne begegnen. Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

Sachsens Wirtschaft will der fremdenfeindlichen Stimmung im Freistaat mit einer Kampagne begegnen. Der Freistaat sei seit mehr als einem Jahr durch ausländerfeindliche Aufmärsche und Übergriffe in den internationalen Medien, teilten die Organisatoren am Montag in Dresden mit: „Sächsische Unternehmen sehen zunehmend eine Gefährdung der wirtschaftlichen und unternehmerischen Potenziale des Wirtschaftsstandorts Sachsen.“ Es sei schwerer, Fachkräfte aus anderen Ländern für die Elbestadt zu gewinnen. Jobs, Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Ansehen des Landes seien essentiell gefährdet.

Vor diesem Hintergrund habe sich der Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ gegründet. Ziel sei ein wachsendes Netzwerk mit einem klarem Bekenntnis für ein weltoffenes Sachsen. „Das Image des Wirtschaftsstandortes Sachsen deutschland- und weltweit zu verbessern, für Vertrauen bei Geschäftspartnern zu sorgen als auch die Ängste der Bevölkerung zu verringern – das ist die Aufgabe des Vereins“, erklärte Sprecher Andreas von Bismarck.

Auch die Sächsische Staatsregierung begrüßt die Gründung des Vereins. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat dem neuen Verein bereits seine Unterstützung zugesichert. In einer Mitteilung lobt er die Unternehmen dafür, dass sie die Initiative ergriffen haben und rief gleichzeitig auch alle anderen Unternehmen auf, den Verein zu unterstützen. "Wir wollen nicht zulassen, dass durch Sprache oder durch Taten Hass und Gewalt gesät und weiterverbreitet wird. Wir müssen gesamtgesellschaftlich zusammenstehen und zusammenhalten. Ein solcher Verein zeigt Haltung und kann Öffentlichkeit schaffen“, so Dulig.

dpa/DNN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sachsens Regierung soll auf Wunsch der FDP nach der Brexit-Entscheidung gezielt um polnische Fachkräfte in Großbritannien werben. Angesichts der unsicheren Zukunftsaussichten für viele Polen in Großbritannien könne eine berufliche Tätigkeit in Sachsen eine attraktive Alternative sein.

27.06.2016

Nach den verbalen Attacken auf Bundespräsident Joachim Gauck am Sonntag in Sebnitz sind gegen zwei Beteiligte Ermittlungen eingeleitet worden. Einer der beiden Männer präsentierte sich offen als Rechtsextremer, samt Hakenkreuz und Messer.

27.06.2016

Quereinsteiger können nach Ansicht von Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) eine Bereicherung für die sächsische Lehrerschaft sein. „Das sind Fachleute, die aus ihrem Berufsleben eine andere Facette in den Unterricht einbringen“, sagte die Ministerin.

27.06.2016
Anzeige