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Mitteldeutschland Sächsische Krankenhäuser um „Wohlfühlatmosphäre“ bemüht
Region Mitteldeutschland Sächsische Krankenhäuser um „Wohlfühlatmosphäre“ bemüht
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12:28 03.09.2017
Internet, Fernsehen und Telefon für Patienten sind in vielen sächsischen Krankenhäusern inzwischen Standard. Quelle: dpa
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Dresden

Internet, Fernsehen und Telefon für Patienten sind in vielen sächsischen Krankenhäusern inzwischen Standard. In einigen ist dieser Service sogar kostenfrei. Damit sich Patienten und Besucher jedoch wohlfühlen, wird unter anderem auch viel Wert auf das Ambiente, die Gestaltung der Zimmer, den Service beim Speisen oder auch auf Kunst und Kultur gelegt, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei Krankenhäusern ergab. Mobiles Telefonieren ist kein Problem mehr. Einschränkungen bei den Besuchzeiten sind meist schon lange weggefallen oder sind Ausnahmen.

Wlan ist für die Patienten des Uniklinikums in Dresden beispielsweise kostenfrei. „Sie müssen sich registrieren lassen und sich ihre Geräte mitbringen“, erläutert Uni-Sprecher Holger Ostermeyer das Verfahren. Dann könnten sie Internet, Smartphones und Tablet-PCs problemlos nutzen.

In einigen Bereichen wie den Zimmern der Kinderklinik werde das Telefonieren mit Mobiltelefonen dennoch nicht gern gesehen, um Unruhe zu vermeiden, sagt Ostermeyer. In den Foyers sei das jedoch immer möglich. Die einstigen Sicherheitsbedenken wegen des Funktelefons gebe es aber nicht mehr.

Bei Besuchen von Angehörigen gebe es weniger Einschränkungen als früher. Denn diese seien oft wichtig für die Genesung der Patienten. Bei der Geburtshilfe und der Kinderklinik könnten Ehepartner oder Eltern rund um die Uhr bleiben. Selbst auf den Intensivstationen gebe es nur wenige Einschränkungen, heißt es. Diese seien vom gesundheitlichen Befinden der Patienten abhängig.

Mit Wlan kann das Städtische Klinikum Dresden nicht dienen. Bei den Zimmern, zumeist Ein- und Zweibettzimmer, werde auf ein gemütliches Ambiente geachtet, sagt Sprecherin Viviane Piffczyk. In den hell gehaltenen Räumen mit farbigen Motiven auf den Tapeten und Blumen sollen die Patienten so gut wie möglich vergessen, dass sie sich in einem Krankenhaus befinden. In Zimmern und Gängen auf den Stationen sind Kunstwerke zu sehen. Auf den Geburtsstationen gibt es Familienzimmer, wo Mama, Papa und der Nachwuchs ungestört sind. Besonders gefragt sei das Familienzimmer in den schwarz-gelben Vereinsfarben des Fußballvereins Dynamo Dresden, sagt Piffczyk.

Die Speisen können sich die Patienten an mobilen Buffetwagen - dem „rollenden Restaurant“ - selbst auswählen. Eine Servicehostess geht ihnen dabei zur Hand.

Beim Universitätsklinikum in Leipzig werden Patienten und Gäste von Kliniklotsen empfangen und begleitet. Patienten erhalten ein Set aus Tragtasche, Mappe für die Unterlagen, Kugelschreiber. Auch dort gibt es auf den Geburtsstationen Familienzimmer. Die Neugeborenen erhalten als Willkommensgeschenk einen Schlafsack. Eltern können in der Kinderklinik bei ihren Kleinen wohnen.

Es gibt Kunstausstellungen, Theaterauftritte, Konzerte, eine Patientenbibliothek, Konzerte und einen Besuchsdienst. Essen wird auch hier am Buffet ausgegeben. Im Angebot sind auch vegetarische und vegane Speisen. Fernsehen, Telefon und Wlan sind kostenlos.

Wlan und Fernsehen gibt es auch am Klinikum Chemnitz – aber nur gegen Gebühr. Feste Besuchszeiten wurden schon lange abgeschafft. Und es gibt die sogenannten grünen Damen. Das sind Frauen, Pensionärinnen, die zu Patienten gehen, die sonst nie Besuch erhalten. „Die Gruppe der Einsamen ist gar nicht so klein“, sagt Klinikumssprecher Uwe Kreißig. Wichtig sei auch, dass es jetzt an allen vier Standorten des Klinikums eine Cafeteria gebe, damit sich die Patienten und ihre Besucher nicht immer im Krankenzimmer treffen müssen.

„Wenn Krankenhäuser Mobiltelefone erlauben, Wlan anbieten oder sogar Tablets zur Verfügung stellen, entspricht das letztlich dem Zeitgeist“, sagt der Sprecher der Landesärztekammer, Knut Köhler. „Für Patienten ist das sicher ein schöner Service mit positiven Effekten für die Zufriedenheit.“ Wenn die Technik nicht die Krankenhaustechnik oder den Genesungsprozess behindere, gehe das in Ordnung.

dpa

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