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Mitteldeutschland Sächsische Fahnder spüren mehr hinterzogene Steuern auf
Region Mitteldeutschland Sächsische Fahnder spüren mehr hinterzogene Steuern auf
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16:18 23.04.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
Dresden

Die Steuerfahnder in Sachsen haben im vergangenen Jahr mehr hinterzogene Gelder aufgespürt. „Die Summe für das Jahr 2017 beläuft sich auf fast 68 Millionen Euro“, sagte Finanzminister Matthias Haß (CDU) am Montag in Leipzig. Im Jahr zuvor deckten die Behörden 51,8 Millionen hinterzogene Steuern auf. Mehr als die Hälfte der Fälle im vergangenen Jahr entfiel auf die Umsatzsteuer mit etwa 38 Millionen Euro, so Haß. Den zweitgrößten Anteil bildete die Einkommenssteuer mit 12,6 Millionen Euro. Nach den Angaben waren im Land etwa 100 Mitarbeiter in den Steuerfahndungsstellen Leipzig, Dresden und Chemnitz im Einsatz.

„Am häufigsten sind die Fahnder im Raum Leipzig fündig geworden“, sagte Haß. Die traditionelle Handelsstadt habe offenbar eine große Anziehungskraft für Steuersünder. Die Ermittler kamen dort im vergangenen Jahr etwa 31,5 Millionen Euro auf die Spur, es folgten Dresden mit rund 20 Millionen Euro und Chemnitz mit rund 16 Millionen Euro.

„Die Steuerfahndung spiegelt nur einen Teil der Arbeit der Behörden wieder“, betonte Haß. Zu ihren wichtigen Aufgaben zähle auch die Prävention, denn ohne Steuereinnahmen könne ein Staat nicht funktionieren. Es dürfe nicht sein, dass Einzelne selbstgerecht entschieden, welche Gesetze für sie gelten. Wer ehrlich seine Steuern zahle, den wolle man von Bürokratie entlasten. Wer aber unehrlich sei, der müsse konsequent bestraft werden, so Haß.

Die sächsische Steuerfahndung hat nach eigenen Angaben im Jahr 2017 mehr als 400 Strafverfahren eingeleitet, sie wurden an Finanzämter und Staatsanwaltschaften weitergeleitet. In den von ihr ermittelten Fällen, dazu zählen auch solche aus früheren Jahren, verhängten die Gerichte Freiheitsstrafen von insgesamt 72 Jahren und legten Geldstrafen und -auflagen in Höhe von mehr als einer Million rechtskräftig fest.

dpa

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