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Mitteldeutschland Sachsenweit heftige Unwetter: Zugverkehr auch am Freitag beeinträchtig
Region Mitteldeutschland Sachsenweit heftige Unwetter: Zugverkehr auch am Freitag beeinträchtig
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14:31 23.06.2017
Ein halber Baum krachte auf das Dach des Blockheizkraftwerks an der Stechgrundstraße. Quelle: Steffen Manig
Dresden

31 Grad am Mittag beim Dresdner Flughafen, in der Innenstadt war es noch wärmer: Die Sonne hatte Dresden im Griff, doch ab Donnerstagnachmittag kam es in Sachsen zu heftigen Gewittern. Auch der Zugverkehr wurde beeinträchtig: Im trilex-Netz kam es zu etlichen Streckensperrungen. Wie ein Sprecher mitteilte, war der Zugverkehr am Abend massiv gestört, unter anderem die Verbindung Dresden - Radeberg. Fahrgäste wurden zu ihrer eigenen Sicherheit gebeten, den Reiseantritt zu verschieben oder in geschützten Stationen zu verbleiben. Am Freitagmorgen meldete Trilex weiterhin keinen verlässlichen Zugverkehr. Kontrolle und Schadensbeseitigung seien im Gange, hieß es.Der Abschnitt Bautzen-Bischofswerda konnte um 13.30 Uhr freigegeben werden. Zwischen Wilthen und Bischofswerda laufen weiter die Aufräumarbeiten, die Züge pendeln Dresden und Bischofswerda sowie Zittau und Wilthen. Zwischen Wilthen und Bischofswerda wurde Busnotverkehr eingerichtet

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden durch umgestürzte Bäume viele Oberleitungen beschädigt. Im Fernverkehr waren deshalb am Morgen noch die Strecken Magdeburg-Berlin sowie Leipzig-Bitterfeld-Magdeburg gesperrt. Die Züge werden über Halle umgeleitet. Die Bahn bittet Reisende und Pendler, sich vor der Abfahrt im Internet über ihre Verbindungen zu informieren. Zudem müsse mehr Zeit aufgrund von Umleitungen und Schienenersatzverkehr eingeplant werden. Fahrkarten vom Donnerstag behalten der Bahn zufolge auch am Freitag ihre Gültigkeit. Das gelte auch für Tickets mit Zugbindung.

Für Dresden verschickte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Nachmittag eine erste Unwetterwarnung. Darin hieß es, dass zwischen 17 und 18 Uhr heftiger Starkregen und dazu schwere Sturmböen sowie drei Zentimeter großer Hagel möglich seien. Letzterer blieb aus, dafür gab es aber heftigen Sturm. So auch im Großen Garten, wo Dynamo Dresden heute noch den Trainingsauftakt absolvierte. Die SGD twitterte ein Foto von einem umgerissenen Baum. Der Circus Aeros sagte seine Vorstellung ab. Die Karten gelten weiter.

Zu 62 Einsätzen musste die Dresdner Feuerwehr am Abend ausrücken und abgerissene Äste bergen, umgestürzte oder beschädigte Bäume sichern. Ein halber Baum krachte auf das Dach des Blockheizkraftwerks an der Stechgrundstraße, Weißer Hirsch, das den gesamten Lahmann-Park versorgt. Auf der Grunaer Straße 5 lösten sich Dachteile und drohten auf die Straße zu stürzen. Im gesamten Stadtbereich wurden mehrere Pkw und ein Wohnwagen beschädigt.Zu sehr schlimmen Schäden kam es laut Aussage der Feuerwehr in Dresden nicht. Insgesamt gingen in der Leitstelle Dresden, die auch die Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge abdeckt, zwischen 16 und 20 Uhr 347 Notrufe ein, teilte die Feuerwehr am Freitagvormittag mit.

Schwerpunkt der Unwetter sei nach Auskunft der Polizei der Raum Görlitz gewesen. In Chemnitz wurden laut Polizei Straßen über- und unterspült. Zudem habe es mehrere Blitzeinschläge gegeben. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Laut Lagezentrum des Innenministeriums blieb es bei Sachschäden. In Waldenburg (Landkreis Zwickau) rückten die Feuerwehren aus, weil ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen war. Verletzt wurde niemand. In Plauen (Vogtlandkreis) brannten vier Schuppen nach einem Blitzeinschlag nieder. Im Norden tobte das Unwetter bereits am späten Vormittag. Die Deutsche Bahn hatte deshalb den Verkehr zwischen Hannover, Hamburg, Kiel und Bremen eingestellt. Die Veranstalter des Hurricane-Festivals in Niedersachsen baten alle Gäste, aufgrund der Wetterlage die Anreise auf den Freitag zu verschieben. Das „With Full Force-Festival“ in Ferropolis musste aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden.

Am Freitag werden in Sachsen Tageshöchstwerte zwischen 25 und 26 Grad erwartet. Dabei bleibt es nach Abzug der Gewitter voraussichtlich bis Sonntagmittag niederschlagsfrei.  

fs/am/dpa/hp

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