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Mitteldeutschland Sachsens Wälder werden aus der Luft gekalkt
Region Mitteldeutschland Sachsens Wälder werden aus der Luft gekalkt
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13:25 06.07.2017
Quelle: dpa
Dresden

In Sachsens Wäldern hat die jährliche Bodenschutzkalkung begonnen. Bis Oktober werden mit Hubschraubern insgesamt 20 000 Tonnen Magnesiumkalk verteilt. Damit soll der Versauerung der Waldböden, die durch die jahrzehntelange Luftverschmutzung entstand, entgegengewirkt werden. Wie das Umweltministerium in Dresden mitteilte, werden in diesem Jahr insgesamt 6600 Hektar vom Vogtland bis zum Osterzgebirge gekalkt. Die Bodenschutzkalkungen gibt es schon seit 1986. Ein Monitoring hat nach Angaben des Staatsbetriebes Sachsenforst ergeben, dass der Kalk hilft, die Belastungen zu neutralisieren.

Nach Einschätzung des Staatsbetriebes Sachsenforst müssen die Wälder noch rund 40 Jahre lang gekalkt werden. Erst dann seien die Ziele der Bodenschutzkalkung - nämlich ein bestimmter pH-Wert und eine festgelegte Nährstoffsättigung - erreicht, erläuterte Referatsleiter Henning Andreae.

Als Ziele sind zwei Werte festgelegt: Der pH-Wert der Böden soll in einer Tiefe bis zu 30 Zentimenter auf 4,2 gebracht werden und die Nährstoffsättigung auf 15 Prozent. Untersuchungen hätten ergeben, dass dies auf Flächen erreicht wurde, die sechsmal gekalkt wurden, erläuterte Andreae. Da die einzelnen Waldgebiete aber nur alle zehn Jahre mit Kalk versorgt würden, seien noch etwa vier Jahrzehnte nötig.

dpa

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