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Mitteldeutschland Sachsens Schülerrat kritisiert Mangel an Sozialarbeit
Region Mitteldeutschland Sachsens Schülerrat kritisiert Mangel an Sozialarbeit
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17:49 09.09.2015

Dennoch gibt es nach Informationen dieser Zeitung im Bereich Schulsozialarbeit derzeit nur 136 Vollzeitstellen für speziell ausgebildete Pädagogen in ganz Sachsen - bei insgesamt 1738 Schulen.

Passend dazu hat der Landesschülerrat (LSR) jetzt eine nicht repräsentative Umfrage gestartet, an der immerhin über 2550 Schüler teilgenommen haben. Ergebnis: Noch nicht einmal die Hälfte (47 Prozent) der Teilnehmer gab an, dass es an ihrer Schule einen Schulsozialarbeiter gibt. Beim Rest ist das nicht der Fall. Gravierend ist dabei die Tatsache, dass das Fehlen von Schulsozialarbeitern laut LSR-Umfrage klar als Mangel empfunden wird. 95 Prozent der Schüler ohne Schulsozialarbeiter sind demnach davon überzeugt, dass solche Pädagogen allemal sinnvoll wären.

Noch klarer ist das Ergebnis bei jenen Schülern, denen Schulsozialarbeiter bei ihren speziellen Problemlagen zur Seite stehen. Laut LSR-Umfrage begrüßen das 97 Prozent der Befragten. Darüber hinaus bekommen diese Pädagogen ausgesprochen gute Noten. Von 39 Prozent der Schüler gab es für Schulsozialarbeiter eine glatte 1, die Note im Durchschnitt liegt immerhin bei 2.

"Wir brauchen mehr Schulsozialarbeit", sagte der LSR-Vorsitzende Patrick Tanzer gestern. Nötig sei dafür eine langfristig gesicherte Bezahlung. "Wir müssen weg von der Finanzierung durch die Schulträger, hin zu einer Dauer­finanzierung durch den Freistaat", so Tanzer. Darüber hinaus müsse die Schulsozialarbeit auch im Schulgesetz benannt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.10.2014

Jürgen Kochinke

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